Leserbeiträge

"Siehe, deine Mutter" (Jesus gibt seiner Mutter einen anderen Sohn!)

Soeben brachten mich diese Zeilen ( https://www.schwaebische-post.de/614935/ zum Nachdenken:"Pf.Warzecha verglich in seiner Predigt die Aufopferung der Mütter für ihre Kinder mit der Aufopferung Jesus für die Menschen!" Ob der Herr Pfarrer dieses "Gleichnis" verwendete, sei dahingestellt, mich erinnerte es an einen Muttertag in der zweiten Hälfte der 80er Jahre:

MAMA, MUTTER, OMA lieb, wei Dir bis heute niemand schrieb, greif´ich jetzt als braver Sohn, zum Bleistift, nicht zum Telefon!

Da sitz´ich nun, vor 18.00 Uhr, denke, reime - warum nur? Richtig, bald ist Muttertag, als "Muß-Tag" ich ihn gar nicht mag, weil "ein-malig" Blumen und feines Essen -obwohl meist teuer (!), nicht zu vergessen - der Mutter werden zum DANK nicht gerecht.

Ein "ein-maliger" Brief wäre als DANK auch schlecht, könnten nun mit spitzem Ton, einwenden die Leser, ob Tochter, ob Sohn, und hätten auch Recht, bei aller Liebe - ich schrieb es oben zur "Eintagsfliege"!

Früher benützten wir die GELBE POST, einfache, preiswerte Hausmannskost, warteten gespannt nach dem Wählen der Nummer, auf die einsame Mutter mitsamt ihrem Kummer.

Dann wurde "geschwätzt" wie Zuhause am Tisch, über alte Geschichten und manche, die frisch geschehen, vor wenigen Stunden, das Ferngespräch war Balsam für die Wunden!

So wollten wir es weiter halten, gemeinsam stark, nicht abgespalten, in alte und junge Denker und Schreiber, doch dann kam schleichend ins Zimmer, der Nachbar "Alzheimer".

Er erinnerte uns ALLE, das ALTER zu ehren, umzudenken und die Begegnungen zu mehren, Berührung sei wichtig, die spürbare Nähe, daß durch Herzenswärme ein Wunder geschehe:

Das Wunder der Liebe verlangsamt den Zerfall, gebt Hilfe den Müttern in großer Zahl, Muttertage muß es ohne Auf- und Abrechnung geben:

DER MUTTER VERDANKEN WIR UNSER LEBEN!

(Lidwina lebt, obwohl sie 2000 im Alter von 88 Jahren starb )

© Frieder Kohler 14.05.2018 17:20
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