Überzeugen – nicht diffamieren

  • Mehrere Bauvorhaben in Schwäbisch Gmünd erregen die Bürger – wie zum Beispiel am Zeiselberg (Bild). Foto: Tom

Zum Leserbrief „Stimmung in der Stadt gereizt“, in der Tagespost, erschienen am 11. April:

„Bauvorhaben kritisch zu betrachten, zumal wenn sie für die unmittelbare Nachbarschaft geplant sind, ist das gute Recht eines jeden. Zu behaupten, das Vertrauen in die Verantwortlichen sei ‘auf dem Tiefpunkt’, die Stimmung in der Stadt ‘gereizt’, das Leben in Gmünd mache ‘wirklich keinen Spaß mehr’, kann allenfalls als rein subjektive, verengte und überzogen formulierte Empfindung Frau Bijoks gewertet werden. Ausgerechnet OB Arnold, der zusammen mit anderen anerkannt erfolgreich für Integration und Verbesserung des sozialen Miteinanders in der Stadt arbeitet, vorzuwerfen, die Bevölkerung zu spalten!

Die Gegner der fraglichen Projekte können die rechtlichen Schritte unternehmen, welche sie für geboten halten. Sie können die Entscheidungsgremien für sich gewinnen, wenn sie überzeugende Argumente haben. Sie sollten es aber unterlassen, eine sehr lebenswerte Stadt, ihre Bewohner und deren gewählte Vertreter in der Art und Weise Frau Bijoks zu kritisieren, gar zu diffamieren.“

© Gmünder Tagespost 11.04.2018 20:51
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Kommentare

Edgar Kuchelmeister

Sehr geehrter Herr Layer,

was rechtliche Schritte angeht bzw. Einwände und Widersprüche gegen Bauvorhaben von sogenanntem allgemeinen oder öffentlichem Intresse sieht man ja an Stuttgart 21 oder dem BER oder...

Wenn es von oben herab gewünscht wird, wird es durchgesetzt, Basta! Da habe ich leider nicht viel Vertrauen in den "Rechtsweg".

Ich kann die Anwohner verstehen. Mir hat der Zeiselberg gefallen wie er war. Ein bisschen anders und idyllisch. Jetzt eine Gastronomie mit 100 Sitzplätzen aber keine Parkplätze oder Zufahrtsmöglichkeit, das ist eine Totgeburt. Bislang scheint es noch kein Modell zur Visualisierung des Bauvorhabens zu geben aber die Bagger leisten schon ganze Arbeit. Das alles schafft kein Vertrauen.

Ich persönlich betrachte das Projekt auch skeptisch bin aber zum Glück kein betroffener Anwohner.