Leserbeiträge

"Ums Stöckle soll gleich richtig kommen" und andere Artikel dazu in der P-GT

Wenn ich die in der Tagespresse darüber erschienenen Artikel lese, kann ich eigentlich nur noch mit ungläubigem Entsetzen den Kopf schütteln, was und wie da so 'geplant' wird.

Die insgesamt geänderte Verkehrsführung als Grobplanung erscheint mir dabei sogar durchaus logisch und auch sinnvoll, es wird Gewinner und Verlierer geben, die jetzige Verkehrsführung ist ja auch nur historisch entstanden, wir sind es halt nur gewohnt. Aus meiner Sicht liegen bei der neuen Verkehrsführung sämtliche Probleme in der Feinplanung, in der Art, wie die Einmündungen, wie die Zusammenführungen und die Trennungen der Fahrtrichtungen gestaltet werden.

Ein Beispiel von verfehlter Feinplanung war die "Beule" am Ausgang des Baldungkreisels ( beim Buchauffahrtkreisel gibt es die immer noch ), ein weiteres Beispiel von verfehlter Feinplanung ist die vermurkste Verkehrsführung am Ausgang der Vorderen Schmiedgasse, der Pseudo-Bypass am Baldungkreisel und die beiden Pseudo-Bypässe am Pfitzerkreisel, dort zugunsten einer überdimensionierten Fußgängerfläche für die strömenden Menschenmassen ...

Diese überdimensionierten Fußgängerbereiche ( Bildchen war vor längerer Zeit mal in der P-GT ) mit entsprechenden Beulen zur Verkehrsteilnehmererziehung waren schon zu sehen, die Angabe von "22 Fußgängerüberwegen" verheißt auch flüssigen Verkehr ...

Und gerade deshalb wäre eine Testphase mit gelben Markierungen und gelben Schwellen außerordentlich wichtig, zum Beispiel zur Klärung der Frage, ob die geplante Einmündung mit Vorfahrtregelung ( Bildchen war vor längerer Zeit mal in der P-GT ) der Königsturmstraße in die Klösterlestraße bei 'Konrad Baum' so funktioniert - oder eben nicht. An anderen Stellen ergeben sich vergleichbare Fragen, die sich mit einem Provisorium beantworten lassen, die Schwellen zu verändern und neue gelbe Linien für eine andere Variante sind leicht möglich. Und für eine Testphase sollte nur ab- oder umgebaut werden, was absolut nötig ist, und für den Test braucht man auch keine Feinasphaltdecke.

Was ich absolut nicht nachvollziehen kann ist, dass eine Querungshilfe gleich 264.000 Euro kosten soll, seit wann sind Baustellenschwellen und gelbe Linien so teuer?

Was ich absolut nicht nachvollziehen kann ist, dass das gesamte 'Provisorium' gleich mehr als 1,1 Millionen Euro kosten soll. Aus meiner Sicht hätte die Planung auf ein möglichst preiswertes Provisorium hinarbeiten müssen, wirklich nur das Nötigste ändern, eben alles möglichst provisorisch, um genau die neuralgischen Punkte zu identifizieren und bei Problemen dort auch Änderungen ausprobieren zu können. Oder war das etwa keine Option, sollte das Provisorium so abschreckend teuer erscheinen?

Was ich absolut nicht nachvollziehen kann ist, dass das 'Provisorium' mehr als 1,1 Millionen Euro kosten soll und der unter Umständen bei einem Fehlschlag nötige Rückbau dann noch mal 800.000 Euro, und dass das als "viel zu teuer" gegenüber dem vollständigen Umbau mit 6,6 Millionen Euro angegeben wird - was ist denn, wenn vollständig umgebaut wurde und dann stellt man fest, dass die Feinplanung Mängel aufweist, wie es bei Neuerungen zu erwarten ist, denn der Teufel steckt nun mal im Detail. Wenn in der Industrie ein neuer Fertigungsprozess eingeführt werden soll, gab es erst die Laborversuche, dann gibt es mindestens einen, wenn nicht mehrere 'Piloten' ( Tests unter immer produktionsnäheren Bedingungen ), bevor man die aktuelle Produktion stoppt und den neuen Prozess anfährt.

Wird dann im realen Betrieb, unter Alltagsbelastung bei Problemen mit dem "ums Stöckle" etwa mit "jetzt isch's scho passiert" argumentiert oder werden dann zu den 6,6 Millionen noch mal ein paar Schippen Euro nachgelegt, um Verbesserungen/Veränderungen nachzuschieben? Oder was?

Wenn's klappt, werden wir viele 'Väter/Mütter des Erfolgs' in die Kameras der Lokalpresse strahlen sehen ...

Aber was ist, wenn nicht?

© In my humble opinion 27.01.2018 16:33
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