Lesermeinung

Zu: „Brücken und Straßen sollen panzertauglich werden“, GT vom 29. März

Beim Lesen dieses Artikels frage ich mich, welche US-gesteuerten Gehirne sich so etwas ausgedacht haben und für wie beschränkt man uns Bürger eigentlich hält. Man will also für einen „russischen Überraschungsangriff gewappnet sein!“ Dazu müssen alle Straßen und Brücken „panzertauglich“ werden, damit die NATO schnell auf den „russischen Überraschungsangriff auf das Baltikum“ reagieren kann. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Ist es nicht eher so, dass die NATO selbst diesen Überraschungsangriff vorbereitet? Diese Strategie kann jeder bei dem US-Geostrategen Brzezinski „Die einzige Weltmacht, Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ nachlesen.

Ergänzend hierzu erklärte George Friedman in seiner Rede beim Chicago Council 2015 die US-Außenpolitik mit den Worten: „seit über hundert Jahren hat es oberste Priorität, Deutschland und Russland niemals zusammenkommen zu lassen. Besser, man lässt sie gegeneinander Krieg führen um sie zu schwächen. Denn das deutsche Kapital und Know-how, sowie die enormen russischen Ressourcen, würden die Vorherrschaft der USA gefährden.“

Zur Erinnerung: Russland hat seine Truppen aus der DDR abgezogen, die Wiedervereinigung nach der US-Zusicherung „die Nato keinen Inch weit nach Osten zu erweitern“ ermöglicht und der BRD immer wieder vergeblich die Hand zur Zusammenarbeit ausgestreckt. Real steht heute die NATO, also auch die Bundeswehr, mit schwerer Artillerie, Panzern und Raketen direkt an der russischen Grenze. Wer bedroht hier wen mit einem Überraschungsangriff? (...)

Abschließend noch ein Zitat von Henry Kissinger (Bilderbergertreffen in Evian, Frankreich, 21.05.1992) „Militärpersonal ist blödes, dummes Vieh, das man als Bauernopfer in der Außenpolitik benutzt!“

© Gmünder Tagespost 06.04.2018 20:40
752 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.