Lesermeinung

Zu: Friedensbewegung/Ostermärsche gegen atomare Aufrüstung:

Es ist enttäuschend, dass sich den dezentralen Ostermärschen nur eine geringe Anzahl, überwiegend ältere Teilnehmer, angeschlossen hatten und ihren Protest gegen atomare Aufrüstung, Urananreicherung und das neue Bundeswehrmandat zum Ausdruck brachten. In den Jahren 1986 und 1987 hatten sich noch drei- bis vierhunderttausend Menschen an den ethisch-pazifistischen Ostermärschen beteiligt. Die älteren Teilnehmer erinnerten sich an die Warnung und Vision des früheren US-Präsidenten Dwight Eisenhower, die er vor den Vereinten Nationen vortrug. Er sagte aus, da das Wissen um die Konstruktion einer Atombombe an rivalisierende Mächte gelangt ist, eine UNO-Organisation zu schaffen ist, die gewährleistet, dass die Technologie nicht für militärische Zwecke verwendet wird. Es sei an der Zeit, dass das spaltbare Material nur den friedfertigen Tätigkeiten des Menschen in der Medizin, Landwirtschaft und anderen Bereichen zur Anwendung kommt.

Es ist zu verurteilen, dass die Bundeswehr das Mandat angenommen hat, im Auftrag der NATO künftig internationale Militäreinsätze und in Folge Hilfseinsätze zu planen und die Umsetzung am Standort Ulm zu organisieren. Mein Wunsch ist, dass die Jugend sich stärker in der Politik engagiert und Einfluss auf die Befriedung von Konflikten ohne Einsatz von Waffen durch Teilnahme in der Friedensbewegung nimmt.

© Gmünder Tagespost 10.04.2018 16:36
932 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

derleguan

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall will in der Türkei eine Panzerfabrik bauen – zur Bewaffnung von Präsident Erdogans Armee. Die setzt in der Region immer wieder Leopard II Panzer ein, wodurch die Zivilbevölkerung getötet oder vertrieben wird. Der Bundestag kann den Panzer-Deal noch stoppen. Ausgangssperren, Flucht in Todesangst, zerschossene Häuser: Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte beklagt „exzessive Gewalt“ des türkischen Militärs in den kurdischen Gebieten der Südost-Türkei und Nordsyrien. Nun will der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall ausgerechnet in Recep Erdogans Türkei eine Panzerfabrik bauen – dabei ist bekannt: Die Armee nimmt bei ihren Panzer-Einsätzen keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Im Bundestag gibt es erste Empörung: „Rheinmetall verspielt gerade mit seiner Geschäftspolitik seine Reputation in der Politik“, sagt Rainer Arnold, der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion. Doch klar ist auch: Bei dieser Kritik darf es nicht bleiben – Taten müssen her! Der Haushaltsausschuss des Bundestages entscheidet demnächst über Aufträge der Bundeswehr an Rheinmetall im Wert von zwei Milliarden Euro. Als größter Kunde des Rüstungskonzerns hat der Bundestag die Macht, den Bau der Panzerfabrik zu stoppen.

Frieder Kohler

derleguan schrieb am 10.04.2018 um 18:19

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall will in der Türkei eine Panzerfabrik bauen ? zur Bewaffnung von Präsident Erdogans Armee. Die setzt in der Region immer wieder Leopard II Panzer ein, wodurch die Zivilbevölkerung getötet oder vertrieben wird. Der Bundestag kann den Panzer-Deal noch stoppen....Als größter Kunde des Rüstungskonzerns hat der Bundestag die Macht, den Bau der Panzerfabrik zu stoppen.

Tief durchatmen, nicht nur derleguan, Merkel ist die Frontfrau und muß deshalb an die Front: Siehe https://www.n-tv.de/politik/Merkel-will-Militaerhaushalt-fast-verdoppeln-article18016056.html :

"Angesichts neuer Bedrohungen könne dieses Ziel "auf mittlere und längere Sicht nicht nur auf dem Papier stehen", erklärte sie. "Das wird auch jedenfalls von allen Mitgliedern der Bundesregierung geteilt - das ist nämlich die gemeinsame Position der Bundesregierung."  Wer bedroht hier wen? Es ist zum "Schießen" mit der alternativlosen Kanzlerin!