Lesermeinung

Zu: „Kein Geld für große Projekte. Der Verteidigungsetat wächst.“ SchwäPo vom 28. April:

Von Politikern wurde in den zurückliegenden Jahren die Parole ausgegeben, dass von deutschem Boden nie mehr Kriege ausgehen und entsprechende Planungen erfolgen dürfen. Die Entwicklungen in jüngster Zeit schockieren mich und lösen Ängste aus.

Die Aufstockung des Wehretats lässt den Mangel an einem abgestimmten Waffenbeschaffungskonzept der Europäischen Union erkennen. Die pauschale Forderung an die Mitglieder der Nato, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufzuwenden, ist nicht sinnvoll. Anstatt Kampfdrohnen zu kaufen oder selber zu bauen, least die Bundesregierung diese aus israelischer Produktion, da die Bundeswehr diese bei riskanten Auslandseinsätzen dringend benötigt.

Es ist bedenklich, dass sich die Bundeswehr an zahlreichen Auslandseinsätzen beteiligt, bei denen oft keine nachvollziehbare Strategie abzuleiten ist. Die Bundeswehr hat ferner angeboten, die Verantwortung für den Aufbau einer neuen Nato-Kommandozentrale mit Standort Ulm zu übernehmen. Diese soll für Bündnisaufgaben und schnelle Truppen- und Materialtransporte zur Verfügung stehen.

© Gmünder Tagespost 12.05.2018 16:44
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