Lesermeinung

Zu: Stadtwerken und -verwaltung

Kundenfreundlichkeit, so liest und hört man es immer öfter, wird bei unserer Stadtverwaltung und den Stadtwerken großgeschrieben. Leider wirkt sie sich nicht immer so positiv aus, wie man es als Bürger dieser Stadt erwartet. Als wir kürzlich am späten Nachmittag von der Arbeit kamen, konnten wir nicht zu unserem Wohnhaus gelangen, da ein Ungetüm an Notstromaggregat unsere Straße in Rodamsdörfle blockierte. Das riesen Ding steht mitten auf der Straße, sodass man zu Fuß kaum daran vorbei kommt. Eine Nachbarin erzählte uns, dass auch sie nichts davon gewusst habe und erst beim Aufbau der Szenerie die ausführenden Arbeiter ansprach. Die Arbeiter der Stadtwerke hätten die Anweisung – unter anderem, weil das Kabel zu kurz sei – das Notstromaggregat auf die Straße zu stellen. Bei dem Notstromaggregat handelt es sich um einen Lkw-Anhänger, der mittlerweile ein ca. 4 Meter langes Auspuffrohr auf dem Dach hat. Die Straßensperrung sei Sache der Stadtverwaltung, erfuhren wir. Der ganze Spaß dauert mindestens eine Woche. Am Briefkasten hing dann ein handgeschriebener Zettel mit Visitenkarte der Stadtwerke: Man bittet uns um Verständnis. Zusätzlich hängt als Entschädigung ein Umschlag mit Thermalbadkarten dabei. Leider hat man jedoch versäumt, uns vorher wenigstens zu informieren, – dass wir eine Woche lang (oder so) den Strom von einem Notstromaggregat erhalten
– dieses seit Montag um 4.45 Uhr Tag und Nacht direkt vor unseren Häusern und Schlafzimmern Lärm und Gestank produziert
– wir nicht direkt zu unserem Haus fahren können, sondern einen Umweg von 500 Metern fahren müssen.

Wer nun hier zuständig ist, ob Stadtverwaltung oder Stadtwerke, sei dahingestellt. Geschweige denn, dass man erfahren darf, was eigentlich die Ursache des Spektakels ist. Wenn man vorher mit uns gesprochen hätte, hätten wir das Notstromaggregat seitlich auf unserem Grundstück abstellen können und die Straßensperrung wäre überflüssig geworden. Wir finden, so geht man mit Steuerzahlern und Bürgern nicht um. Ein kleiner Hinweis hätte es den Verantwortlichen doch wert sein müssen, oder?

© Gmünder Tagespost 26.04.2018 19:21
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Kommentare

heku

Typisch STADTVERWALTUNG, arrogant und rücksichtslos!