Lesermeinung

Zum Artikel „Suri und Molli wühlen die Gemüter auf“ in der Gmünder Tagespost am 25. April:

„Als ich den Artikel las, musste ich mich schon fragen, wer hier eigentlich die Geschädigten sind. Als ich am Morgen des 11.4. in den Garten kam, um die Kaninchen meiner Tochter zu füttern, die zu dieser Zeit, Gott sei Dank, in der Schule war, bot sich mir ein Bild des Entsetzens. Der Draht am Stall war aufgerissen und verbogen, eine Trennwand war herausgerissen und im kompletten Garten war das Fell der Kaninchen sowie deren Innereien verteilt gewesen. Außerdem sehr gut erkennbar, da es am Abend zuvor regnete und die Erde feucht war, überall Hundespuren.

Ein paar Tage später fanden wir ein Kaninchen bei unserer Nachbarin im Garten vergraben. Diese wunderte sich auch über die Hundespuren, die durch ihren ganzen Garten gingen, sowie die Erde, die an dieser Stelle aufgehäuft war. In dem Artikel hieß es 'vermutlich' 'ein dummes Unglück', keine Zeugen, und dass es ja gar nicht geklärt wäre. Jedoch waren die Behörden vor Ort und haben sich den Schaden angesehen. Es wurde bestätigt, dass die Hunde diesen Schaden verursacht haben und die Beweislage es nicht nötig machte, noch weitere Beweise wie zum Beispiel eine DNA-Analyse der Hundehaare heranzuziehen.

Desweitern ist in dem Artikel von einem 'Einzelfall' die Rede. Ich weiß aber, dass dies kein Einzelfall war und die Hunde in letzter Zeit öfters alleine gesehen wurden. Auch ich habe einen dieser Hunde bereits Mitte März frei in unserer Straße laufen sehen. Viele Kinder haben seitdem Angst, alleine zu laufen und meiden den Fußweg an den Hunden vorbei. Mein jüngster Sohn traute sich nicht mehr in den eigenen Garten, da er Angst hatte, die Hunde kommen wieder. Und diese Angst ist nicht unbegründet. Sie haben dort ja schließlich schon einmal Beute gefunden und wissen, dass dort noch etwas vergraben ist. Außerdem sind Wolfshunde wahre Ausbruchskünstler. Und auch ein 1,80-Meter-Zaun stellt für sie kein unüberwindbares Hindernis dar. Auch aus diesem Grund können wir unserer Tochter den Wunsch nach neuen Zwergkaninchen nicht erfüllen.“

© Gmünder Tagespost 08.05.2018 20:01
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