Lesermeinung

Zum Bauvorhaben Wasserschnecke Leinzell aus der GT am 21. März 2018

Helle Aufregung im Leinzeller Gemeinderat. Die geplante Wasserschnecke zur Energiegewinnung soll nun doch nicht mehr so wirtschaftlich realisiert werden können wie angedacht. Was unter Umständen zurückbleibt ist, das in einer „Nacht und Nebelaktion“ gerodete Wehr an der Lein.

Keine 200 Meter entfernt plant die Gemeinde selbst ein neues Baugebiet inklusive Sozialwohnungen, jedoch nicht an der Lein sondern am Götzenbach im Landschaftsschutz und FFH Gebiet.

Die Gemeinde ist momentan fieberhaft damit beschäftigt diese Fläche aus dem Landschaftsschutz herauszulösen. Just zur gleichen Zeit der Rodungen an der Lein war auch auf diesem Gelände am Götzenbach ein Kahlschlag im FFH ( Flora Fauna Habitat) geplant. Nur durch eine Anzeige beim Regierungspräsidium Stuttgart konnte diese im letzten Moment gestoppt werden.

Von Aufregung war in diesem Fall jedoch nichts zu spüren? Ist die gemeine Wasserschnecke etwa schützenswerter als Wasseramsel und Eisvogel?

Jetzt wird der Ruf laut nach Renaturierung und Rückbau. Das hatten wir doch schon mal? Aber das ist eine andere Geschichte.

© Gmünder Tagespost 23.03.2018 20:31
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