Lesermeinung

Zum Beitrag „So wollen Schüler die Welt verändern“ vom 9. Mai

Das Vorhaben der Härtsfeldschule Neresheim, nämlich die Welt zum Guten zu verändern, ist lobenswert und anspruchsvoll. Doch es wird nicht einfach sein, diese angestrebten Veränderungen zu erreichen. Warum? Die Menschen in unserer Gesellschaft sind in der Regel finanziell und materiell gut versorgt. Den sogenannten Leidensdruck zum Handeln gibt es nicht oder kaum. Zwei große Probleme, die auf uns zukommen wie Erderwärmung und Völkerwanderungsbewegungen werden noch nicht in ihrer langfristigen Auswirkung wahrgenommen.

Was schlage ich vor? Erstens: Die Schüler sollten die Traumdeutung von Josef aus dem Alten Testament kennenlernen. Josef spricht von sieben guten und sieben schlechteren Jahren. Sein Vorschlag war, Vorsorge treffen und vorausdenken. Das müssen wir auch tun. Zweitens: Ein hilfreicher Hinweis ist der „Tanz um das Goldene Kalb“, ebenfalls aus dem Alten Testament. Heute bewegen wir uns mit großen Autos, mit Flugzeugen, Kreuzfahrtschiffen, Motorrädern usw. um das „Goldene Kalb“ und vergessen dabei die großen Belastungen, die wir der Erde zumuten. Deshalb muss – drittens – die Regel gelten, wer die Erde belastet, muss sie auch entlasten. Viertens: Zu dieser Entlastung gehört ein bescheidener Lebensstil und für einen religiösen Menschen die Einsicht, wenn die Erde ein Werk Gottes ist, so muss ich es „Werk“ schätzen und schützen.

© Gmünder Tagespost 23.05.2018 15:43
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