Zum Tod von Kater Tigger am Silvestermorgen bleibt für dessen Besitzer vieles ungeklärt

Zum Bericht über den Tod eines Katers in der GT vom 9. Januar:

„Nachdem eine Spaziergängerin am Silvestermorgen beim Südbahnhof einen blinden, aber nicht verletzten Kater entdeckt hatte, informierte sie in Abstimmung mit dem Dreherhof die örtliche Polizeidienststelle. Es erschienen zwei Beamte, die den verstörten, aber mit Halsband und Adresse versehenen Kater dann mit Hilfe eines Besens in einen Karton verfrachteten und wegfuhren. Die Finderin gab an die Beamten den Hinweis, den nahe gelegenen Tierarzt aufzusuchen.

Nach Telefonaten mit Dreherhof, verschiedenen Katzenauffangstationen, Tierärzten und dem Anbringen von Such-Plakaten bekam ich drei Tage später von der besagten Spaziergängerin einen Anruf mit dem Hinweis, mich doch mit der Polizei in Verbindung zu setzen. In der Hoffnung, dort nun Auskunft über den Verbleib meines Katers zu bekommen, erreichte mich am darauffolgenden Donnerstag ein Rückruf des zuständigen Polizeibeamten mit der Aussage, er habe den Kater im etwa fünf Kilometer entfernten Hölltal mit seiner Dienstwaffe von seinen Leiden ‘erlöst’. Geschockt von dieser Aussage bat ich um Aushändigung des Tiers. Eine halbe Stunde später bekam ich die lapidare Antwort: ‘Der Kater sei nicht mehr im Wald auffindbar’. Zudem wurde mir unterschwellig unterstellt, mich nicht hinreichend um dieses Tier gekümmert zu haben. Vieles bleibt in diesem bedrückenden Geschehen ungeklärt. Vor allem: Warum hat sich die Polizei nicht die Mühe gemacht, die Besitzer von Tigger zu benachrichtigen? War es falsch, die Polizei zu rufen? Warum musste Tigger sterben?“

© Gmünder Tagespost 10.01.2018 15:59
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