Lesermeinung

Zum Grundschullehrermangel:

Unsere CDU-Landesregierungen haben in den vergangenen 20 Jahren nur einen Bruchteil der Grund- und Hauptschullehrer eingestellt, die die 2. Dienstprüfung abgelegt haben.

Immer noch müssen Grundschullehrerinnen 28 Wochenstunden unterrichten und werden mit A 12 bezahlt, Gymnasiallehrerinnen unterrichten nur 25 Wochenstunden und bekommen ein höheres Gehalt A 13 + Zulage. Mich wundert es nicht, dass vor diesem Hintergrund junge Leute Gymnasiallehrerinnen anstatt Grundschullehrerinnen werden wollen.

Die GEW fordert schon lange gleiche Bezahlung von Grundschul-, Gemeinschaftsschul- und Realschullehrern und stieß bisher bei allen Landesregierungen auf taube Ohren. Dass viele Lehrerinnen und Lehrer jetzt in Pension gehen, war abzusehen, da sie zu den geburtenstarken Jahrgängen gehören, was durchaus voraussehbar war.

Und Gymnasiallehrer als Grundschullehrer einzustellen, ohne auch nur einen Funken Ahnung von Grundschuldidaktik zu haben, ist sicher nicht das Gelbe vom Ei. Mein Lösungsvorschlag ist: Die Landesregierung soll alle Lehreranwärter mit gleichen Anwärterbezügen einstellen und die Anwärter unterrichten in jeder Stufe 25 Wochenstunden.

© Gmünder Tagespost 12.02.2018 18:17
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