Der Wolf als Schädling

Zum selben Thema und demselben Leserbrief:

Lieber Carl-Heinz Rieger, ich wollte jetzt bestimmt kein Pingpong anfangen aber manchmal, wenn’s so dick daherkommt, muss man kontern. Hab ich die Grimms oder Perrault erwähnt? Nö. Die Retourkutsche ist, dass Sie wohl zu viel Kipling oder London gelesen haben.

Sie sagen, der Wolf ist ein großes Raubtier und Fleischfresser. Das sage ich auch, wir sind uns einig. Ich aber fange nicht mit Ihrem Geschwurbel vom Beutegreifer weiter unten im Beitrag an. Nennen Sie mir doch mal ein Raubtier dieser Größenordnung, das, wenn es Kohldampf hat, einen Fleischträger auf zwei Beinen, weil er so „scheu“ ist, ignoriert.

Wenn Sie mal den Lorenz gelesen hätten, der heute nicht mehr der letzte Schluss ist, oder die Literatur aus den USA oder Asien zur Kenntnis genommen hätten, sollten Sie keinen pseudoreligiösen Quatsch erzählen. Hilfreicher wäre es für die Leser, wenn Sie erwähnt hätten, welcher Organisation Sie extrem nahestehen.

Ich habe auch, wenn Sie sich die Mühe zum Lesen gemacht haben, nicht hauptsächlich auf die Wahrscheinlichkeit von Personenschaden, sondern auf den wirtschaftlichen und emotionalen Schaden hingewiesen. Ich habe auch nichts gegen den Luchs, das hätten Sie ja rauslesen können. Aber Canis Lupus zum Waldsheriff zu ernennen, das haut dem Fass den Boden raus. Wie haben wir die letzten 200 Jahre ohne diesen Schädling überleben können?

© Gmünder Tagespost 13.02.2018 15:49
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