Lesermeinung

Zum täglichen Stau auf der Aalener Hochbrücke:

Mehrmals täglich staut es sich auf der Hochbrücke – auch Y-Brücke genannt – und das, obwohl die neuen Wohngebiete entlang der Ziegelstraße noch gar nicht gebaut, das Stadtoval noch nicht bewohnt und auch das Kombibad im Hirschbach noch nicht gebaut wurde. Bei diesem verkehrstechnischen Nadelöhr, für das es mittelfristig auch keine Lösung gibt, frage ich mich, warum hier eine weitere Bebauung in diesem Teil der Stadt befürwortet wird.
Der Verkehrsgutachter, der für die Diskussion um das Kombibad beauftragt wurde, hat ermittelt, dass alleine durch das Bad mit einem 50 Prozent höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Nicht auszudenken, was das bedeutet, wenn weitere Bebauungsprojekte im Hirschbach realisiert würden. Im Hirschbachtal befindet sich die wichtige Frischluftzufuhr von Aalen. Zur Zeit wird deutschlandweit über Luftverschmutzung diskutiert. Die Verschmutzung betrifft auch Aalen.
Es sind Fakten, dass die Belastung von Feinstaub und Stickoxiden unsere Gesundheit schädigen. Zusätzlich hat die Lärmbelastung durch Verkehr ebenfalls gesundheitliche Folgen. Feinstaub fördert Lungenkrebs und die Zahl tödlich verlaufender Herzleiden und Atemwegserkrankungen. Stickoxide verstärken zusätzlich Allergene. Spielplätze, Kindergärten und Schule n, die nah an befahrenen Straßen liegen, sind belastet.
Wir dürfen in Aalen nicht die Augen zumachen und meinen, dass uns die Luftverschmutzung, verursacht durch den hohen Verkehr, nichts angeht. Wir müssen in Aalen dafür kämpfen, dass die letzte Frischluftzufuhr im Hirschbachtal erhalten bleibt.

© Gmünder Tagespost 07.02.2018 20:39
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