Lesermeinung

Zum Thema „80 Jahre Rehnenhof-Wetzgau“:

„Der attraktivste Schwäbisch Gmünder Stadtteil liegt im Norden und besteht – als besonderes Merkmal – aus zwei Teilen. Zum einen der in der Alamannenzeit entstandene (...) Bauernfleck Wetzgau mit seiner späteren Ausdehnung in Richtung Nord-West. Zum anderen die im 20. Jahrhundert in der NS-Zeit gegründete Rehnenhof-Siedlung, benannt nach dem seit langem bestehenden Bauerngehöft. Mit der zwangsweisen Eingemeindung von Wetzgau nach Schwäbisch Gmünd, urkundlich vollzogen zum 1. Mai 1938, begann vor 80 Jahren die Geschichte dieses Stadtteils. Anfangs geprägt durch viele Wirrungen auf der zwischenmenschlichen Ebene zwischen den Bewohnern der einzelnen Teile, spielt diese Thematik bei der jungen Generation heute keine Rolle mehr. Trotzdem gilt festzuhalten, dass es nach wir vor ein sprachliches Problem bei der richtigen Benennung des Stadtteils gibt. Mal wird von den Wetzgauer Highlights, mal von Ereignissen “auf dem-, im- oder am Rehnenhof” gesprochen/geschrieben. Terminologisch richtig wäre “in Rehnenhof-Wetzgau”. Mit diesen Zeilen möchte ich auch anregen, dass die Ortseingangsschilder durch die Stadt Gmünd aktualisiert werden. Drei verschiedene Varianten ergeben kein klares Bild. Der Stadtteil feierte 2012 das 75-jährige Jubiläum der Rehnenhof-Siedlung, vier Jahre später wurden 750 Jahre Wetzgau gefeiert. Wären die vergangenen 80 gemeinsamen Jahre nicht noch ein viel besserer Grund zum Feiern?“

© Gmünder Tagespost 01.05.2018 21:56
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