Lesermeinung

Zum Thema Altpapiersammlung der GOA:

Seit vielen Jahren werden die Altpapiersammlungen in der Stadt Schwäbisch Gmünd und deren Stadtteilen von Vereinen, Jugendgruppen wie zum Beispiel Ministranten oder Pfadfindern, und so weiter durchgeführt. Also von ehrenamtlichen Erwachsenen und Jugendlichen, die sich durch diese Sammlungen eine Aufbesserung ihrer Kassen erhoffen. Umso mehr Papier gesammelt wird, desto mehr Geld gibt es letztlich. Früher, in den 80-er und 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, waren die Altpapiersammlungen somit wichtige und sichere Einnahmequellen für die Vereine. Seit es aber die Blaue Tonne, die durch die GOA (. . .) bereitgestellt wird, gibt, ist das Papier bei den Sammlungen und somit der finanzielle Gewinn für die Vereine deutlich zurückgegangen. Da eine Altpapiersammlung aber für die Vereine und Gruppen auch mit einem großen Aufwand verbunden ist, haben sich in den vergangenen Jahren einige Vereine, die auch noch andere Einnahmen haben, entschieden, die Sammlungen nicht mehr zu machen. (. . .) Aber es gibt weiterhin Vereine oder Jugendorganisationen, die auf die Sammlungen und das daraus resultierende Geld angewiesen sind. Wie zum Beispiel auch die Pfadfindergruppe in Großdeinbach. Diese engagiert sich in ihrer Arbeit sehr stark im Kinder- und Jugendbereich und entlastet somit eigentlich auch den Staat, das Land und letztlich auch die Stadt Schwäbisch Gmünd. Zwar gibt es durchaus Haushalte, die trotz ihrer Blauen Tonne, bei den Sammlungen ihr Papier für den jeweiligen Verein rausstellen. Vorausgesetzt das Leeren der Blauen Tonne ist nicht „zufällig“ in der gleichen Woche. In Großdeinbach ist dieser Zufall in den vergangenen Jahren allerdings schon öfters vorgekommen. Zufall, darüber kann man geteilter Meinung sein. Schließlich werden sowohl die Termine der Blauen Tonne wie auch die Termine der Altpapiersammlungen von der GOA bestimmt beziehungsweise. vergeben. Eine zeitnahe Planung und Festlegung dieser Termine, also in der gleichen Woche, empfinde ich somit als Affront gegen die freiwilligen Helfer, die bei Wind und Wetter und in ihrer Freizeit den jeweiligen Verein unterstützen. Der Gipfel solcher „geplanten Zufälle“ war dann der vergangene Samstag. Als in Großdeinbach die dortige Pfadfindergruppe bei Schneeregen und schwierigen Straßenbedingungen die Altpapiersammlung durchführte und parallel die GOA-Mitarbeiter mit dem Lkw die Blaue Tonne leerten. Hierzu kann ich nur sagen, deutlicher kann man die Arbeit des Ehrenamts nicht mit Füßen treten.

© Gmünder Tagespost 25.01.2018 19:13
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