Lesermeinung

Zum Thema Frauenschwimmen:

„Als eine der Mitinitiatorinnen des Mädchen- und Frauenschwimmens möchte ich die Geschichte und Entwicklung dazu beschreiben: Mein Auftrag als Sozialpädagogin im In Via Jugendmigrationsdienst Schwäbisch Gmünd und Mitarbeiterin in der Vorbereitung der Mädchenwochen-Angebote ist es, Teilhabe zu ermöglichen. Und zwar in allen gesellschaftlich relevanten Belangen, die junge Menschen zur Integration benötigen (...). Naheliegend, die Gmünder Mädchenwochen dafür zu nutzen. Eine richtige Erfolgsgeschichte: Es kamen zwischen 140 und 170 Mädchen und Frauen an diesen Tagen. Diese Nachfrage führte dazu, dass es ein Gespräch der interessierten Frauen mit dem Oberbürgermeister gab. Die Frauen baten darum, weitere Tage fürs Frauenschwimmen, außer diesem einen Tag in den Osterferien, zu ermöglichen. Diese Frauen waren bereit, sich ehrenamtlich bei der Landesgartenschau 2014 zu engagieren.

Im Abstimmungsgespräch mit dem Betriebsleiter des Hallenbades entstand die Idee, die (Schul-)Montage der Ferien dafür zu nehmen. Denn da wird das Bad zu dieser Nutzung nicht benötigt. Wichtig war, dass niemandem etwas von Wasserflächen weggenommen wird! Mittlerweile sind es genau vier Frauenschwimmtage (jeweils vier Stunden) im Jahr. (...) Es ist eine Freude zu sehen, wenn die Mütter mit ihren Töchtern diese da sehr volle Schwimmhalle nutzen. Frauen aus verschiedenen Kulturen nutzen dieses Angebot. Das ist möglich Dank der Kooperationen der Stadt mit Oberbürgermeister, der Beauftragten für Chancengleichheit und Hallenbadbetriebsleitung.

Menschen, die dies nicht möchten, können an allen anderen Tagen im Jahr ein gemeinsames Schwimmangebot nutzen. Soweit mein Anliegen aus beruflicher Sicht. Als Bürgerin sehe ich sehr wohlwollend, dass Vielfalt und Diversität möglich ist. Es gibt Frauensauna – ein sehr beliebtes Angebot seit Jahrzehnten und – unsere Gesellschaft hat keinen Schaden daran genommen. Es gibt Frauenschwimm-Angebote in umliegenden Städten, regelmäßig. Hallenbad Aalen seit 31 Jahren (!) zwei Stunden wöchentlich, Westbad Ulm, drei Stunden wöchentlich. Persönlich setze ich mich dafür ein, das Verbindende zwischen uns Menschen aus verschiedenen Kulturen zu fördern und zu pflegen.“

© Gmünder Tagespost 14.03.2018 15:23
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