Lesermeinung

Zum Thema Umweltbewusstsein in Gmünd

„Am 06.03. berichten die Tageszeitungen vom Bedauern des Ortschaftsrates von Bettringen über Baumaßnahmen auf dem Gügling. Der Gügling als Luftschneise für Schwäbisch Gmünd schwindet. Auch der Verkehr nimmt ungeregelt zu. Der Ruf nach einer Bürgerinitiative wird laut. Sind das aber nicht Aufgaben für die städtischen Gremien selbst? Warum gab und gibt es seitens Stadt- und Ortschaftsräten so wenig Umweltengagement? Nun ist der Gügling verplant und bald dicht, womöglich unbemerkt wurde auch im Wald östlich der Buchauffahrt rigoros ausgeholzt – riesige Mengen teils haushoher Stapel von Stämmen wurden von Spaziergängern beobachtet. Vielleicht wurden einst Beschlüsse vor den Kenntnissen des schnellen Klimawandels gefasst – jetzt sind aber auch schnelle Gegenmaßnahmen gegen veraltete Beschlüsse zu treffen. Sollte der Stadtrat nun die Vollverbauung des Güglings beschließen, wäre für die Verbesserung der Luft die Stilllegung des Asphaltwerks auf dem Gügling eine wirkungsvolle Möglichkeit. Das Werk verteilt bei Plustemperaturen in den Morgenstunden bei Ostwind in Bettringen, Hardt und Waldstetten und bei Westwind in Bargau, Zimmern und Böbingen große Mengen von Erdölderivaten in die Luft und auf die Felder.“

© Gmünder Tagespost 09.03.2018 19:40
234 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.