Lesermeinung

Zur Kreuz-Diskussion:

„A Kreiz müsst‘ scho längscht in Fluren ond Gängen, speziell en deane Finanzämter hängen, denn viele Menscha hent bereits, mit deam Amt ihr lieabes Kreiz.

Au säh‘ ma do draus, des isch fei net g’loga, en deam Amt wird dei Kirchasteuer eizoga. Ond zoigt, dass der Staat au der Zahlmoischter wär, für des Bischofs- ond Kardinalssalär.

Doch dui Zahlong, om diea es sich hierbei dreht, stoht scheint’s net onter staatlicher Neitralität?

Au erkennt ma bei dene Gehaltszahlonga akurat, koi Trennong mei, zwischa Kirche ond Staat?

Au sei des Kreiz koi kulturelles Symbol, wenn deam so wär, no misst ma au doch wohl, en äll deane skandinavischen Ländern

deren Nationalflagga aber au ändern. Denn diea hent, was bekannt isch allseits, bis Island nauf, en ihrer Flagge a Kreiz.

Ond Großbritanniens „Union Jack“ misst doch no genauso weg. Net andersch erging‘s dann au der Schweiz ond verschont wird au net „s‘Rote Kreiz“. Ungarn, Grieachaland ond d‘Slowakei wäret letschtendlich au mit derbei.

Do han i mir mein Reim drauf g’macht Hot des a Münchner Kardinal denn au bedacht?. Ma könnt‘ aus deam seine Wort entnehma, ma müsst sich beim a Kreizaufhänga schema, i hau do druff a andera Sicht, „zu Kreuze krieacha“ braucha mer nicht.

Was Juda, Muslime ond au Atheisten eigentlich wissa ond eiseha müssten. Denn des entscheidet doch, so woiß es i, d‘Mehrheit en ra freia Demokratie.

Ond des dürftet, net bloß en Bayern allein, … derzeit doch scho no d‘Chrischta sein.“

© Gmünder Tagespost 08.05.2018 22:09
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