Lesermeinung

Zur Migrationsproblematik:

Die allermeisten Togoer würden ihrem Schöpfer auf Knien danken, wenn sie mit ihrer Hände (Schwerst-) Arbeit auch nur ansatzweise den Lebensstandard erreichen könnten, den der deutsche Staat allen LEA-Bewohnern garantiert und das obendrein völlig gratis.

Welch ein Gegensatz zwischen einem der wohlhabendsten und einem der ärmsten Länder der Welt! Über die Hälfte der Bevölkerung muss unterhalb der Armutsgrenze existieren, obwohl sich die meisten auf ihren Mini-Äckern mit schlechten Böden vom Sonnenauf- bis zum Sonnenuntergang abrackern. Die Ernteerträge reichen oft gerade mal zum nackten Überleben, zumal die guten Böden für den den Anbau von Cash Crops für den Export (Baumwolle, Kaffee, Kakao) reserviert sind, von dem die arme Bevölkerung in der Regel nicht das Geringste hat. Überdies können die kärglichen Nahrungsmittel oft nicht ordentlich zubereitet werden. Es fehlt an sauberem Wasser (40 Prozent der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen!) und wegen der mangelnden medizinischen Versorgung gibt es häufig Durchfallerkrankungen. Die Raten der Säuglings- und Kindersterblichkeit sind mit 5,2 beziehungsweise 7,8 Prozent erschreckend hoch. Die Subsistenzwirtschaft bedingt aber eine hohe Fruchtbarkeitsrate, denn jede Hand wird später dringend gebraucht. Deshalb ist der Bevölkerungszuwachs einer der weltweit höchsten, was die Probleme des Landes in Zukunft weiter verschärft. Und nicht selten geschieht es, dass die Bauern von ihren Feldern gewaltsam vertrieben werden, um Platz zu schaffen für den Abbau zum Beispiel von Phosphaten und von Rohstoffen für die Herstellung des Exportguts Klinker-Zement. Man fragt sich, wie es kommt, dass selbst in den abgelegensten Winkeln Kenntnisse über die Nachbarländer und über das gelobte Land Germany kursieren. Das liegt schlichtweg daran, dass Togos Präsident im Jahre 2016 das sogenannte E-Village-Projekt gestartet hat mit dem Ziel, alle rund 4000 Stammeschefs mit Mobiltelefonen auszustatten. Die Auswirkungen auf die Migration dürften bekannt sein.

Die Chefs erhoffen sich von den Migranten finanzielle Transferleistungen, die oft die einzige Einkommensquelle darstellen.

Aalen

© Gmünder Tagespost 17.05.2018 21:24
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Kommentare

derleguan

....geradezu unvorstellbar schwindelerregend wie viel mehr da gewisse Personen in Deutschland leisten:    

Die Managergehälter steigen in 2017 weiter:
"Mill McDermott (SAP) 20,5 Mio € Jahresgehalt, ca. 1,7085 Mio € pro Monat
Dieter Zetsche (Daimler) 13,0 Mio € Jahresgehalt, ca. 1,085 Mio € pro Monat
Kurt Bock (BASF) 9,8 Mio € Jahresgehalt, ca. 0,816 Mio € pro Monat
Matthias Müller (VW) 9,7 Mio € Jahresgehalt, ca. 0,808 Mio € pro Monat
Joe Kaeser (Siemens) 9,6 Mio € Jahresgehalt, ca. 0,80 Mio € pro Monat"

Die Chefs der Autoindustie erhoffen sich, dass noch sehr viele ihrer Dieseldreckschleudern gekauft werden. Sie erhoffen sich dadurch Transfairleistungen in Millionenhöhe. Wie viele Leute an der Luftverschmutzung und Lärm ihrer Dreckschleudern leiden oder krepieren ist ihnen so ziemlich egal, solange für sie die fetten Transfairgelder fliesen, die den Stammeschefs in Togo nicht in ihren kühnsten Alpträumen begegnen!