Smart-Home-Technologien immer beliebter

Seit Jahren steigt das Interesse der Endverbraucher an einem vernetzten und intelligenten Zuhause. Smarte Gadgets sollen den Alltag komfortabler machen und im besten Fall dabei helfen, im Haushalt Energie zu sparen. Wie bekannt sind die smarten Lösungen fürs Zuhause? Und welchen Mehrwert schaffen sie tatsächlich?

Der ersten Frage sind die Generali Deutschland AG und der Netzwerktechnik-Hersteller devolo in ihrer Untersuchung "Smart Home Atlas" nachgegangen. Im Rahmen der Studie hat die Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH insgesamt 1.011 Personen ab 18 Jahren zum Thema "Smart Home und smarte Versicherungen" befragt. Das Ergebnis: 80 Prozent der Befragten ist der Begriff Smart Home geläufig, wobei die Zahl derjenigen, die sich darunter etwas vorstellen können, mit zunehmenden Alter sinkt. Während in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen 94 Prozent mit Smart Home etwas anfangen können, sind es bei den über 60-Jährigen lediglich 65 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Frage ab, ob die Befragten eine konkrete Vorstellung davon haben, was der Begriff Smart Home genau bedeutet. Dass ein Smart Home weit mehr als lediglich die Vernetzung von Entertainmentgeräten ist, wissen 83 Prozent der 18- bis 29-Jährigen. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen sind sich dieser Tatsache jedoch nur 31 Prozent bewusst.

Gadgets und Apps für mehr Sicherheit daheim

Auch wenn die Umfrage zeigt, dass die Befragten den Mehrwert von Smart-Home-Technologien vor allem in der komfortablen Bedienung von Geräten sehen: Mit intelligenten Gadgets lässt sich im Haushalt deutlich mehr machen, beispielsweise die Zugänge zum Haus digital regeln. Unter anderem lassen sich Garagentore per App öffnen und auch Eingangstüren werden immer intelligenter.

Dafür ein Beispiel: In der Intercom Smart Dorbell von Fibaro befindet sich eine Kamera, mit der man via Smartphone die Eingangstür einsehen kann. Ertönt die Türklingel, ist die Person am Eingang von jeder Stelle im Haus aus sichtbar. Zudem verfügt das Gadget über eine Stimmerkennung und eine klare Sprachübertragung. Dank dieser Funktionen ist es nicht nur möglich, über die Gegensprechanlage mit der Person am Eingang zu sprechen - die Tür lässt sich auch per Stimmbefehl öffnen, sofern die Stimme dafür autorisiert ist.

Vernetzte Küchengeräte

Auch technische Küchengeräte sind intelligenter geworden. Längst lässt sich nicht nur die Kaffeemaschine vom Badezimmer aus anschalten, sondern auch mit smarten Kühlschränken Zeit und Geld sparen. Manche Modelle sind mit Kamera und Internetzugang ausgestattet, anhand derer der Kühlschrank den aktuellen Bestand an Lebensmitteln erkennt und die Bewohner via App darüber informiert. Durch die Vernetzung mit dem Internet können Produkte schnell online bestellt und angeliefert werden - der Gang in den Supermarkt entfällt zukünftig. Zudem lassen sich so Spontankäufe vermeiden, was meistens dazu führt, dass Lebensmittel unnötig weggeworfen werden.

Bedarfsgerecht heizen und Energie sparen

In Zeiten, in denen Ressourcen immer knapper werden, sollte man darauf achten, mit Energie nicht verschwenderisch umzugehen. Mit einem modernen Heizungssystem lässt sich der Energieverbrauch der Heizung deutlich senken.

Smarte Heizungssysteme sind in jedem Raum einzeln steuerbar, sogar von unterwegs. So lässt sich für jeden Raum ein eigener "Heizplan" erstellen - mit je nach Tageszeit unterschiedlichen Temperaturen. Dank der Fernfunktion werden die Wohnräume tatsächlich nur dann geheizt, wenn die Bewohner zu Hause sind.


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© Gmünder Tagespost 09.08.2018 10:54
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