Neues Energielabel gilt auch für Holzöfen

Verbraucherwissen Seit diesem Jahr gibt es ein neues Energielabel für viele Heizöfen. Doch was hat es mit diesem Label genau auf sich? Wir geben im Folgenden dazu einen kleinen Überblick.
  • Foto: Hilke Segbers/dpa-mag

Ein neues Energielabel? Was genau sagt es alles aus? Vor allem sollen Verbraucher durch die Kennzeichnung besser vergleichen können und mehr Informationen zur Energieeffizienz bekommen. Ein Blick auf die Fakten:

Welche Öfen sind betroffen?

Seit dem 1. Januar müssen neue industriell gefertigte Feuerstätten wie Kaminofen, Heizkamin, Kachelofen mit Heizeinsatz und Pelletofen im Handel ein Label tragen. Allerdings nur, wenn es Einzelraumheizgeräte mit einer Nennwärmeleistung von bis zu 50 Kilowatt sind, die gasförmige, flüssige oder feste Brennstoffe in Wärme umwandeln.

Wie sieht das Label aus?

Es ähnelt den bekannten Kennzeichnungen von Hausgeräten. Wie bei Waschmaschinen oder Kühlschränken gibt eine Ampel-Skala Auskunft darüber, wie effizient und umweltfreundlich der entsprechende Ofen arbeitet. Die Skala reicht von A++ bis G – verdeutlicht in den Farben Grün bis Rot.

Welchen Zweck hat das Label?

Mit dem neuen Energielabel lassen sich nun Heizungen, die verschiedene Brennstoffe nutzen, besser vergleichen. Viele Feststoffbrennkessel, Öl- und Gasheizungen tragen es bereits.

Welche Klasse erhält ein Ofen?

Die Berechnungsgrundlagen für die Klassifizierung sind der Wirkungsgrad und der bevorzugt verwendete Brennstoff. Brennholz und Pellets werden besonders positiv bewertet, da es sich um nachwachsende, biologische Brennstoffe handelt. „Die beste Effizienzklasse A++ kann ausschließlich von Pelletöfen erreicht werden“, sagt Christiane Wodtke, Präsidentin des Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik. Kaminöfen erreichen maximal A+.

Was sagt das Label noch?

Unter der Farbskala finden sich verschiedene Symbole. Das erste Symbol gibt an, mit wie viel Kilowatt-Leistung das Gerät den Raum beheizt. Es handelt sich also um die direkte Wärmeleistung. Bei wasserführenden Kaminöfen gibt es noch ein zweites Symbol für die wasserseitige oder auch indirekte Leistung. Es zeigt, wie viel Wärmeenergie an das Wasser abgegeben und zur Unterstützung der Heizung genutzt wird.

Gibt es auch Kritik?

Ja. Zwar lassen sich daran gut die Unterschiede der Energieeffizienz der genutzten Brennstoffe und der jeweiligen Heizarten erkennen. „Geräte, die Biomasse verbrennen, sind besser eingestuft als zum Beispiel Gaskamine“, erklärt Tim Froitzheim vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Allerdings wird den Verbrauchern die Orientierung dennoch nicht ganz leicht gemacht, denn die einzelnen Geräte jeder Kategorie rangieren meist in derselben Effizienzklasse. dpa

© Gmünder Tagespost 26.01.2018 16:07
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