Ordnung muss sein

Wohnen Mit Kisten und guter Planung: So hält man die Wohnung im Alltag gut aufgeräumt.
  • Foto: Mascha Brichta/dpa-mag

Die Wohnung ausmisten und Ordnung schaffen, das erleichtert den Alltag. Doch zunächst ist da der innere Schweinehund. Mit ein paar Tricks ist er aber schnell überwunden:

  • Plan schmieden: Mit einem Plan lässt sich die Entrümpelungsaktion in den Alltag integrieren. „Wichtig ist, für sich selbst zu wissen, wie viel Zeit man investieren kann und will“, sagt Aufräum-Expertin Esther Lübke aus Köln. Klar ist: Wer weiß, dass er nur eine halbe Stunde durchhält, sollte sich nicht einen ganzen Tag hierfür vornehmen.
  • Das Einfachste zuerst: Am besten beginnt man mit einem Raum, in dem das Ausmisten leichtfällt – zum Beispiel das Badezimmer. „An den meisten Dingen, die hier herumstehen, hängt nicht unser Herz“, sagt die Autorin Nicole Weiß aus Bodnegg. Alte Cremes oder angebrochene Shampooflaschen lassen sich schnell entsorgen. „Wenn der Raum dann überschaubarer wird, sollte man die Sachen thematisch sortieren, zum Beispiel mit verschiedenen Körbchen für Haar-, Nagel- und Gesichtsprodukte.“
  • Arbeitsschritte planen: „Teilen Sie die Arbeit in kleinere Einheiten, wenn sie sich zu groß anfühlt“, rät die schwedische Autorin Paulina Draganja. „In der Küche zum Beispiel in Kühlschrank, Tiefkühltruhe, Schränke und Schubladen.“
  • Kisten helfen: Esther Lübke rät zur Kistenmethode mit vier Kisten oder kleine Boxen: In die erste Kiste sortiert man alles ein, was man wirklich behalten will. In die zweite kommt, was man anderswo aufbewahren möchte. Die dritte ist eine Verschenk-Box. In die vierte Kiste kommen Dinge, über die man in Ruhe nachdenken will, sobald das Zimmer aufgeräumt ist. Der Rest wandert in die Tonne.
  • Jedem Ding seinen Platz: Chaos ist das Gegenteil von Ordnung. Daher brauchen alle Gegenstände, die wieder in Schränke und Regale geräumt werden, einen festen Platz. „Sonst wandern Dinge von Ort zu Ort; nur aufgeräumt wird es dadurch nicht“, erklärt Weiß.
  • Die Chaoskiste: „Alles muss seinen Platz haben“, sagt Nicole Weiß. Im Alltag helfen dabei sogenannte Chaoskisten. „Wenn man für jedes Familienmitglied eine solche Kiste einrichtet, können sie hier selbst Dinge reinpacken, die im Laufe des Tages irgendwo liegen geblieben sind“, erklärt Weiß.
  • Keine Atempause: Der beste Trick, um gar keine große Unordnung entstehen zu lassen, ist, jeden Tag ein bisschen Ordnung zu schaffen. „10, 20 oder 30 Minuten reichen“, sagt Lübke. Wer wenig Zeit hat, sollte alle 14 Tage einen festen Termin mit sich selbst vereinbaren: „Den einen Aufräum-Termin empfinden sie als dankbare Zeit, etwas Gutes für ihr Zuhause tun.“ dpa
© Gmünder Tagespost 18.05.2018 17:10
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