Hier schreibt die Reservistenkameradschaft Schwäbisch Gmünd

Sicherheitspolitische Bildung sowie militärische Ausbildung beim Jahresausflug der Gmünder Reservisten

  • Originalgetreu Nachbauten im Museum für Militär- und Zeitgeschichte in Stammheim am Main
  • Armin Glass vom Verein "Geschichte Für Alle" im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
  • Die Gmünder Reservisten am Stabsgebäude der Mainfranken-Kaserne im unterfränkischen Volkach

Mit einem Antreten in der Mainfranken-Kaserne begann am vergangenen Samstag der diesjährige Jahresausflug der Gmünder Reservistenkameradschaft. Das im unterfränkischen Volkach stationierte Logistik Bataillon 467 fungierte als Dreh- und Angelpunkt für Unterkunft, Verpflegung und militärische Ausbildung.

Als erstes Highlight stand an diesem Morgen das Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen (AGSHP) auf dem Programm. Ohne auf die Schießbahn gehen zu müssen, vermittelt der Schießsimulator den Soldaten den sicheren Umgang mit den Handwaffen der Bundeswehr. Aufgrund der Unterbringung in einer Halle, ist die Ausbildung an der Pistole P8, dem Gewehr G36, der Maschinenpistole MP7 sowie der Panzerabwehrwaffe wetterunabhängig möglich. Dem neuen Schießausbildungskonzept der Bundeswehr entsprechend wurden die Gmünder Reservisten neben ihrer persönlichen Schutzausrüstung darüber hinaus mit einer 16 Kilogramm schweren Schutzweste ausgestattet. "Den scharfen Schuss kann das AGSHP jedoch nicht ersetzen, obwohl durch die verwendete Technik ein relativ realistischer Eindruck vom Schießen erzeugt wird" ist sich Oberstleutnant der Reserve, Andreas Trummer, Organisator des Ausflugs sicher.

Über 250 Rad-, Ketten- und Luftfahrzeuge aus dem 19. und 20. Jahrhundert auf etwa 17.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche galt es im Museum für Militär- und Zeitgeschichte in Stammheim am Main zu entdecken. Schwerpunkte der Ausstellung ist Militärtechnik der beiden Weltkriege und des geteilten Deutschlands. Neben deutscher wird vor allem russische und US-Militärtechnik gezeigt. Aus dem Ersten Weltkrieg wurde eine Bunkeranlage mit Schützengraben originalgetreu nachgebaut. Daneben sind zivile zeitgeschichtliche Ausstellungsstücke, etwa eine alte Dorfschmiede, historisches Feuerwehrgerät und eine bäuerliche Küche aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt.
"Einige Exponate der Ausstellung waren uns Teilnehmern durchaus bekannt, denn diese wurden bei mehreren im Ersten und Zweiten Weltkrieg spielenden Kino- und Fernsehproduktionen eingesetzt, wie beispielsweise dem deutschen Kinofilm "Stalingrad" oder dem Fernsehfilm "Unsere Mütter, unsere Väter", erklärt Oberstabsgefreiter der Reserve Winfried Steimle, Vorsitzender der Gmünder Reservistenkameradschaft. Zur Hollywood-Produktion "The Monuments Men" steuerte das Museum laut eigenen Angaben US-Kettenfahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg nebst Besatzung bei.

Jeder Reservist ist Mittler der Bundeswehr in der Gesellschaft. Der Reservistenverband hat den Auftrag alle Reservisten in sicherheitspolitischen Themen aus- und weiterzubilden. In diesem Sinne verlegten die Gmünder Reservisten am Sonntagmorgen zum Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Armin Glass vom Verein "Geschichte Für Alle" empfing die Reservisten zu einem besonderen Geschichtsrundgang. Die Dauerausstellung Faszination und Gewalt befasst sich mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen des Nationalsozialismus. Aspekte, welche einen deutlichen Bezug zu Nürnberg haben, werden dabei hervorgehoben. "Nürnberg war im Dritten Reich die Stadt der Reichsparteitage und wurde vielfach für Propagandazwecke genutzt" erklärt Glass. Zu den Themen mit Nürnberger Bezug gehören die Geschichte der Reichsparteitage, die Bauten des Reichsparteitagsgeländes, die Nürnberger Gesetze, der Nürnberger Prozess gegen Hauptverantwortliche der NS-Verbrechen 1945/46 und seine zwölf Nachfolgeprozesse sowie der Umgang mit dem nationalsozialistischen Architekturerbe nach 1945. Über 11 Kilometer führte Armin Glass die Gmünder Reservisten vorbei an Zeppelintribüne, Zeppelinfeld, Aufmarschgelände, der großen Straße, um den Dutzendteich herum wieder zurück zur Kongresshalle.

© Reservistenkameradschaft Schwäbisch Gmünd 13.05.2018 19:15
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Kommentare

derleguan

Der Mord durch Waffenexport gehört nach wie vor zu Deutschland! Kaum ist Innenminister Seehofer aus Bayern in Berlin, macht er dort markige Sprüche über den Islam und Deutschland, die viel heiße Luft produzieren, substantiell aber gegen null tendieren, da sie nicht zielgerichtet sind. Zielgerichtet dagegen gehen 8 Patrouillenboote mit Genehmigung der neuen Bundesregierung nach Saudi-Arabien, sie werden wohl in Zukunft mit dafür eingesetzt, Seeblockaden etwa gegen Saudi-Arabiens Kriegsgegner Jemen durchzuführen. In Deutschland geht es um ca. 300 Arbeitsplätze der Lürssen-Gruppe in Wolgast, die durch den Auftrag gesichert werden.
Man kann somit sicher sagen, dass verbrecherische Waffenlieferungen, die immer wieder Unheil in Krisengebieten anrichten, nach wie vor zu Deutschland gehören. Herr Seehofer könnte seinem Kollegen Altmaier die Standpauke der Null-Toleranz-Politik halten, damit er das nicht genehmigt, anstatt das ganze deutsche Volk damit zu belabern. Damit würde er dann auch zielgerichtet zeigen, dass es ihm mit der Reduzierung der Flüchtlingsströme ernst ist. Aber so müssen wir uns wieder auf 4 Jahre Heißluft aus dem Innenministerium einstellen, eine AFD die verbal literweise Öl ins Feuer kippt, genauso substanzlos. Und ein Wirtschaftsminister Altmaier, der durch ungehemmte Waffenlieferungen für weitere Flüchtlingswellen sorgt.