Die beliebtesten und vielversprechendsten Diäten, um gesund abzunehmen

Für den Kampf gegen überflüssige Pfunde, um die Bikinifigur vor dem Strandurlaub wiederherzustellen, gibt es beinahe so viele Diäten, wie Sterne am wolkenlosen Nachthimmel. Wer für die Hochzeit der Schwester in sein hautenges Abendkleid passen will oder einfach seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, der steht vor der Frage: Welche Diät funktioniert und ist meiner Gesundheit förderlich?

Welche Diäten funktionieren und sind gesund?

Erprobt, als wirksam nachgewiesen und beliebt ist der generelle Verzicht auf Kohlehydrate. Die Vorgehensweise bei einer Low-Carb-Diät ist im Prinzip simpel. Abgeleitet von Low Carbohydrate, basiert Low Carb auf der Atkins-Diät und ähnelt sehr der Steinzeitdiät, bei der ausschließlich in der Natur vorkommende Produkte unbehandelt als Nahrung gewählt werden. Hintergrund der Low-Carb-Diät ist die Tatsache, dass unser Körper Kohlehydrate recht schnell und einfach in Zucker umwandeln kann. Der macht sich schnell als Hüftspeck bemerkbar, lässt das Gesicht eine runde Form annehmen und führt schließlich zum Doppelkinn, dem unförmigen Bauch und den ausladenden Hüften.

Also werden Kohlehydrate aus dem Speiseplan verbannt. Vor allem alle Teigwaren inklusive Nudeln, Brot und Kuchen aber auch Kartoffeln, Reis, Süßigkeiten, gesüßte Limonaden und der abendliche Snack zum Fernsehen aus der Tüte bleiben im Supermarkt im Regal liegen. Dafür gibt es reichlich Gemüse, Obst, Meeresfrüchte aller Art, Fleisch und Geflügel, was ruhig ein wenig fettig sein darf. Unser Verdauungssystem benötigt erheblich mehr Energie, um Fette oder Eiweiß in Zucker umzuwandeln, die bei der Low-Carb-Diät als Ersatz für die Kohlehydrate genutzt werden. Da Eiweiße und Fette für ein schneller eintretendes und länger andauerndes Sättigungsgefühl sorgen, werden insgesamt weniger Kalorien aufgenommen.

Die Brigitte-Diät

Einer der ersten Vorreiter in Sachen Low Carb war das Frauenmagazin Brigitte. Die bekannte und beliebte Brigitte-Diät lässt Kohlehydrate nur als unverdauliche Fasern zu; sprich Ballaststoffe. Die beschleunigen die Verdauung und vermeiden Verstopfungen. Zugleich kann der Körper diese extrem schwer oder unverdaulichen Fasern nicht als Nahrungsquelle nutzen, weil er dazu keine Enzyme zur Verfügung hat. Als Nahrungsquelle werden wie bei der Low-Carb-Diät Gemüse, Obst und Fleisch genutzt.

Die Null-Diät oder die Extremform des Heilfastens

Nicht mehr essen ist die wohl extremste Form der Diät, die nicht ohne Risiko ist. Deutlich gesünder ist das Heilfasten. Dabei wird der Körper auf den Nahrungsentzug langsam vorbereitet. Klare Suppen ohne Salz, schonend gekocht aus Gemüse oder Fleisch sind die einzige Nahrung. Darmspülungen sorgen für Wohlbefinden. Wer einmal eine Heilfastenkur gemacht hat, ist begeistert von der einsetzenden Vitalität. Gedanken laufen deutlich schneller ab, der Kopf ist klar und das Schlafbedürfnis häufig deutlich reduziert. Personen, die das Heilfasten praktizieren, berichten oft davon, dass sie sich ungemein lebendig fühlen und sich selbst sowie ihre Umwelt viel intensiver wahrnehmen.

Intermittierendes Fasten

Kaum bekannt, ist diese Veränderung des Esszyklus eine verblüffende Diät. In Kombination mit einer Low Carb Ernährung gilt das intermittierende Fasten als extrem gesundheitsfördernd und hat quasi eine absolute Erfolgsgarantie.
Die Grundidee geht auf die Anfänge der Menschheit zurück, als unser Körper genetisch programmiert wurde. Die ersten Homo Sapiens waren Jäger und Sammler, die mit einer, maximal zwei Mahlzeiten am Tag auskamen. Entsprechend reagieren unsere Körperzellen bis in die Gegenwart, denn ankommende Nahrung hat absolute Priorität. Beim Steinzeitmenschen machte das Sinn, denn die Zeitspanne bis zur nächsten Nahrungsaufnahme war lang und dauerte manchmal Tage. In diesen Ruhephasen hatten die Zellen ausreichend Zeit, um ihre zweite wichtige Aufgabe zu erledigen. Die Reparatur von Schäden an sich selbst.

In unserer modernen Welt hangeln wir uns von einer Mahlzeit zur nächsten. Frühstück, Snack in der Neun-Uhr-Pause, Mittag, Kaffee, Abendessen und das Betthupferl zum TV-Programm füllen den Tag prall. Dadurch sind unsere Zellen ständig mit der Nahrungsverwertung beschäftigt, weshalb Reparaturen an den Zellen nicht oder nur teilweise durchgeführt werden.
Bereits seit rund 100 Jahren wird das intermittierende Fasten erforscht. Acht Stunden darf im Prinzip alles gegessen werden, was schmeckt. Danach ist für 16 Stunden nur noch Wasser erlaubt. Wer um 18.00 Uhr sein Abendessen genießt, der lässt das Frühstück ausfallen, um am späten Vormittag zu schlemmen.

Erstaunlich sind die Resultate der verschiedenen Forschungseinrichtungen. Mehrfach wurde bei Mäusen und Ratten von einer deutlich verlängerten Lebensspanne berichtet. Die Anfälligkeit gegen Krebserkrankungen war ebenso drastisch gesenkt, wie gegen degenerative Leiden. Diabetes, Rheuma, Arthrose, Durchblutungsstörungen lagen im Versuch bei nahezu Null. Und wer in den acht Stunden mit Esserlaubnis das Low-Carb-Prinzip beachtet oder weitgehend auf Kohlehydrate verzichtet, der wird sich wundern, wie schnell das Kleid oder der Smoking wieder passen.

Bild: Pixabay user: Tumisu

© Gmünder Tagespost 24.05.2018 11:54
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