Nie wieder Zeit verschwenden

Meeting Manche Besprechungen sind nervtötend, besonders wenn Teilnehmer diese unnötig in die Länge ziehen. Darum sollte vor Gesprächsrunden Regeln getroffen werden.
  • Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-mag

Viel reden, nichts sagen - und hinterher nichts machen. So laufen viele Besprechungen im Job. Kein Wunder, dass viele Arbeitnehmer davon genervt sind. Mit den richtigen Tipps können Meetings aber mehr sein als bloße Zeitverschwendung.

Pünktlich starten

Die erste Frage ist dabei: Muss das wirklich sein? Auch der Zeitpunkt muss passen, sagt Karrierecoach Ute Bölke aus Wiesbaden: „Gleich am Montagmorgen zwei Stunden in einer Besprechung sitzen, das muss nicht sein.“

Außerdem sollte man pünktlich starten – sonst sind viele Teilnehmer schon genervt, bevor es überhaupt losgeht.

Ziel festlegen

Jeder Einzelne ist dafür verantwortlich, das Meeting zu einem Erfolg zu machen.

Michael Gerharz, Coach und Autor

Wenn diese Basisfragen geklärt sind, ist das größte Problem oft, dass es kein klares Ziel gibt.

„Dann ufern Besprechungen schon aus, bevor sie angefangen haben“, sagt Führungskräfte-Coach Axel Rittershaus. Ebenso wichtig ist eine klare Agenda. Denn dann ist direkt klar, wer was vorzubereiten oder beizutragen hat.

„Jeder Einzelne ist dafür verantwortlich, das Meeting zu einem Erfolg zu machen“, sagt Coach und Autor Michael Gerharz. Da gibt es zum Beispiel Kollegen, die ständig alles wiederholen, was andere schon längst gesagt haben. „Manchmal hören die einfach nicht gut zu. Bei komplexen Themen aber kann man einfach nicht alles im Kopf behalten, was bereits gesagt wurde“, erklärt Gerharz. Was Abhilfe schaffen kann: Die Diskussion verschriftlichen und Gedanken visualisieren, zum Beispiel auf einem Whiteboard.
Feedback zu einer Besprechung sollte nicht nur am Ende des Meetings erfragt werden, wenn alle schon mit den Hufen scharren und gedanklich im nächsten Termin sind, rät Rittershaus.

Es ist vielmehr sinnvoll, spontane Kommentare durch eine anonyme Befragung nach dem Meeting zu ergänzen. Dazu gebe es mehrere kostenlose Online-Tools. Und noch etwas wichtiges ist zu tun, wenn die Besprechung vorüber ist, so Rittershaus: „Alle müssen sich wirklich verpflichten, die besprochenen Inhalte auch umzusetzen.“ dpa

© Gmünder Tagespost 02.02.2018 17:35
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