Auswendige Gestaltung erfreut die Besucher

Zahlreiche Helfer aus dem Dorf haben sich seit Oktober bei der Gestaltung des Osterbrunnens in Schechingen engagiert. Drei Wochen lang kann das Objekt bestaunt werden, zahlreiche Reisegruppen auch aus der weiteren Umgebung haben sich bereits angesagt.
  • Über 11 500 Eier sind im Osterbrunnen Schechingen verbaut. Foto: Jan-Philipp Strobel

Schechingen. Zigtausende Besucher kommen zur Osterzeit nach Schechingen, um den traditionellen Osterbrunnen anzuschauen. Er wird am Samstag, 24. März, und eröffnet, und kann bis Samstag, 14. April, angeschaut werden.

Seit 16 Jahren ist der Ideenreichtum der 16 bis 20 Malerinnen nicht erschöpft. Seit Oktober malen sie zweimal wöchentlich, um mehrere hundert Eier neu zu gestalten. 2018 wurden zahlreiche neue Motive wie „Liebe ist“ oder „S´Äffle onds Pferdle“ oder die Mainzelmännchen auf die zerbrechlichen Schalen gemalt.

In den vergangenen Jahren verewigte man zum Beispiel Briefmarken aus aller Welt auf Hühner-, Gänse- und Straußeneiern und gestaltete damit wieder eine neue abwechslungsreiche Serie.

Motive aus dem richtigen Leben

Die Motive der über zigtausend echten Eier sind so vielseitig wie das Leben: kirchliche Szenen wie der Kreuzweg (klassisch und modern), Märchen und Comics, Sehenswürdigkeiten der Ostalb und der ganzen Welt, Spiele von Monopoli bis Skat, venezianische Masken, Vereinslogos und Aktivitäten aus dem Ort. Aber auch Trinksprüche und Biermarken, Motive von Chagall, Van Gogh, Picasso oder Rosine Wachtmeister, Häschen, historische Werbung, Tiere, Blumen, Lebensweisheiten und vieles mehr.

Jung und Alt als Helfer dabei

Sehr detailgenau sind diese zerbrechlichen Unikate und es ist bemerkenswert, dass Jung und Alt – von 3 bis 90 Jahren – gemeinsam kreativ sind. Kindergarten- und Grundschulkinder präsentieren ihre Kunstwerke bei der Hasenlandschaft, die jedes Jahr ebenfalls ein anderes Thema aufgreift.

Über 11 500 Eier wurden in der Zeit sortiert und farblich abgestimmt für das Stecken vorbereitet. Drei Wochen vor der Eröffnung beginnt dann der Aufbau. 50 bis 70 Helfer schneiden Zweige, binden 100 Meter Metallgestänge und stellen dann die teilweise sechs Meter langen Bögen am gusseisernen Dorfbrunnen aus dem Jahr 1865 auf. Jeder Beteiligte aus der Gemeinde hilft mit, soweit es ihm möglich ist.

Eröffnung ist am Samstag, 24. März ab 14.30 Uhr mit Kindergärten, Gospelchor und dem Musikverein.
An Sonn- und Feiertagen werden die Gäste bis 14. April ab 11 Uhr, Montag bis Freitag ab 13.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Gruppen können sich anmelden unter (07175) 1567. Der Erlös fließt in ein Gemeinschaftsprojekt im Ort. Über 45 Gruppen sind jetzt schon zur Besichtigung angemeldet. pm/je

© Gmünder Tagespost 22.03.2018 18:33
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