Die SGB ist zurück in der Landesliga

Mit 35:5 Punkten dominieren die Bettringer Handballer die Saison in der Bezirksliga. Nur ein Jahr nach dem Abstieg kehrt die Truppe um das Trainerteam Klaus Schwenk und Armin Schneider jetzt als Meister zurück in die nächsthöhere Spielklasse.
  • Das erfolgreiche Team der SGB (hinten v. l.): Simon Rott, Dominik Rott, Jannis Brucher, Andreas Kohler, Marco Friedl, Tobias Folter, Felix Karmann, Marc Leibner, Raphael Meyer, Marius Weber, Felix Nuding und Klaus Schwenk. Vorne v. l.: Fynn Kraus, Bastian Weber, Alexander Brennig, Benni Janzen, Tobias Porada, Phillip Baur, Christoph Schneider und Marco Wendisch. Foto: Jan-Philipp Strobel

Schwäbisch Gmünd-Bettringen. Fast genau ein Jahr nach dem bitteren Abstieg aus der Landesliga setzten sich die Bettringer Handballer in der Bezirksliga die Krone auf: Als Bezirksmeister kehrt die SGB auf dem direkten Weg wieder zurück in die Landesliga. Anders als vor zwei Jahren, als die SGB durch die Mühlen von vier kräftezehrenden Relegationsspielen den Sprung in die Landesliga schaffte, ließ man in dieser Saison spätestens ab der Rückrunde im Januar keinerlei Zweifel am Aufstieg mehr zu: Mit 35:5 Punkten und einem Torverhältnis von 584:468 verwies man die SG Hofen-Hüttlingen (30:10 Punkte) und den TV Treffelhausen (29:11 Punkte) deutlich auf die weiteren Plätze.

Und dennoch: der direkte Wiederaufstieg war nicht das erklärte Ziel, vielmehr lautete die Devise, wieder attraktiven und schnellen Handball zu spielen und damit einen der vorderen drei Plätze zu erobern. Diese Vorgabe erschien als durchaus realistisch, zumal das Team nahezu unverändert zusammen blieb – heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr nach einem Jahr mit wenigen sportlichen Erfolgen und dem daraus resultierenden Abstieg. Und vielleicht waren das Remis zum Auftakt in Schnaitheim sowie die überraschende Heimniederlage gegen Heidenheim Anfang November bereits die richtige Warnschüsse, die allen Beteiligten verdeutlichten, dass die Bezirksliga keinesfalls ein Selbstläufer wird. Zumal auch das Verletzungspech bei der SGB wieder kräftig zuschlug: War es zunächst Torhüter Jannis Brucker, der sich beim Aufwärmen in Böhmenkirch verletzte, nach zwei Wochen Pause aber wieder zurückkehren konnte, so erwischte es im Oktober dann Fynn Krauß, im November Jonas Eberle und im Dezember Marco Wendisch: alle drei trugen schwerste Verletzungen davon, konnten in der Saison 2017/18 nicht mehr eingreifen und befinden sich aktuell noch immer in der Reha-Phase. Hier machte sich aber der insgesamt große Kader von fast 20 Akteuren bezahlt, da die entstandenen Ausfälle ohne große Anlaufzeit kompensiert werden konnten.

Frühzeitige Meisterschaft

Als man dann im Januar eine beispiellose Serie von sieben Siegen in Folge startete, dabei auch gegen die direkten Konkurrenten die Oberhand behielt und selbst zur Faschingszeit Mitte Februar sich keine Ausrutscher mehr erlaubte, wurden Meisterschaft und Aufstieg bereits Anfang April trotz der zweiten Saisonniederlage in Göppingen vorzeitig sichergestellt. Denn: die Verfolger Hofen-Hüttlingen und Treffelhausen mussten ebenfalls Federn lassen und konnten die SGB nicht mehr einholen.

Neuer Anlauf in der Landesliga

Wir haben uns alle weiterentwickelt.

Klaus Schwenk, Trainer der SGB

Dass es zum Saisonabschluss für das Double (Meisterschaft und Pokalsieg) nicht ganz gereicht hat und das Team im Final-Four Turnier um den Bezirkspokal „nur“ den zweiten Platz erreicht hat, können Trainerteam und Mannschaft leicht verschmerzen. „Die Mannschaft hat in dieser Saison eine enorme Moral gezeigt: Wir wollten immer gewinnen. Sicherlich haben wir auch aus dem Vorjahr gelernt, als wir mit den ‘jungen Wilden’ versucht haben, die Landesliga zu halten. Aber da waren wir einfach auch ein wenig zu unerfahren gegenüber teils abgezockten Gegnern“, sagt Klaus Schwenk.

Für den zweiten Anlauf in der Landesliga sieht das Trainerteam Klaus Schwenk/Armin Schneider viele positive Anzeichen. „Obwohl wir uns den Aufstieg durch die Relegationsspiele vor zwei Jahren ja verdient hatten, kam dieser Schritt damals vielleicht ein Jahr zu früh. Nicht nur, dass im Mai 2016 fünf routinierte Leistungsträger ihren Abschied verkündeten, gleichzeitig mussten unsere Youngster genau diese Löcher stopfen, und diese Lücken waren einfach noch etwas zu groß. Aber: wir haben uns alle weiterentwickelt, konnten individuell wie auch körperlich weiter zulegen“, bilanziert Schwenk.

Das Team bleibt zusammen

Die Meistermannschaft bleibt nahezu komplett zusammen und mit den Rückkehrern Nico Krauß (TSB Gmünd) und Marcel Spindler (Alfdorf), sowie den Neuzugängen Kai Svoboda (TV Bargau) und Manuel Stelzer (Herbrechtingen-Bolheim) wird der Kader weiter aufgewertet.

© Gmünder Tagespost 08.05.2018 18:43
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