„Die Stadt bleibt für Auswärtige ein Magnet“

An der Ausstellung ist auch die Stadtverwaltung wieder beteiligt. Sie stellt ihre aktuellen Planungen zum Wohnungsbau vor, mit denen sie für bezahlbaren Wohnraum sorgen will.
  • Stadtplaner und Baubürgermeister Julius Mihm. Foto: Stadt
  • Rund 40 Aussteller sind bei der Handwerksausstellung „Rund ums Haus“ am kommenden Wochenende im CCS Stadtgarten in Gmünd vertreten. Foto: Laible

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Aussteller,
liebe Besucherinnen und
Besucher der Messe „Rund ums Haus“,

wenn heuer zum 31. Mal die Messe „Rund ums Haus“ ihre Pforten im Congress-Centrum Stadtgarten eröffnet, wird sie wie immer keine reine Handwerkerschau sein, sondern ihr Ziel ist es, den interessierten Bürger rundum gut zu beraten: auch Fragen zu Planung, Finanzierung und Erwerb von Immobilien sind immer schon dabei gewesen. Diesmal ist aber etwas neu: Mit der erweiterten Ausstellungskapazität im Congress-Centrum Stadtgarten konnte ein wichtiger eigenständiger Baustein hinzugefügt werden.

Zum ersten Mal präsentiert sich die Messe mit einem eigenständigen und umfangreichen Immobilien-Teil. Waren die Stadt Schwäbisch Gmünd und die Vereinigte Gmünder Wohnungsbaugesellschaft (VGW) schon regelmäßig Teilnehmer, so präsentieren sich jetzt alle aktuellen größeren Wohnungsbauprojekte, die im Stadtgebiet von Gmünd in den nächsten Jahren auf den Markt kommen werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden hier einen umfassenden Gesamtüberblick über alle wichtigen Angebote, die ihnen in den nächsten Jahren in hier zur Verfügung stehen werden.

Auf die Messe mit allen Sinnen

Damit lassen sich dann gleich Ideen und Inspirationen verknüpfen, wie man seine zukünftige Traumwohnung oder sein zukünftiges Traumhaus ausstatten möchte.Welchen Standard suche ich für mein Heim? Wie gehe ich am besten vor? „Mit allen Sinnen!“ (um das diesjährige Thema des Festivals Europäische Kirchenmusik zu zitieren). Das fängt natürlich mit Fragen der nachhaltigen Energieversorgung an und geht über die wertige Ausstattung mit Holz- oder Steinböden bis zur gesunden Oberflächenbehandlung von Wänden und Decken – hier stehen vielfältige Ausstattungsmöglichkeiten zur Verfügung, die nicht nur im Hinblick auf eine werthaltige Ausstattung der Immobilie eine Rolle spielen, sondern als tägliches Wohnerlebnis dauerhaft Lebensqualität vermitteln können: Wenn man es richtig bedenkt, sind ein schöner, warmer Holzfußboden, den man auch barfuß gerne berührt oder ein atmungsaktiver, Gerüche und Feuchtigkeit absorbierender Wandputz in Lehm oder Kalk mit entsprechender Kalkfarbe schon so viel wert, wie ein nur wenige Wochen dauernder erlebnisreicher Urlaub in der Ferne.

Das Immobilienangebot auf der Messe umfasst sämtliche Gebietsentwicklungen der Stadt Schwäbisch Gmünd selbst – in der Kernstadt sowie in allen Stadtteilen. Anders als noch vor einigen Jahren gibt es jetzt überall ein sehr differenziertes Wohnungsangebot von Einfamilienhausbauplätzen über Bauplätze für Doppel- und Reihenhäuser bis zur Möglichkeit, eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus zu erwerben oder gegebenenfalls dann auch zu mieten. Seit einigen Jahren zeigt sich ein vielfältiger differenzierter Wohnungsbedarf nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den Stadtteilen. Dieser Nachfrage wollen wir unbedingt Rechnung tragen, um die Potentiale der Stadtteile zu nutzen und um einer gesunden, ausgeglichenen, Bevölkerungsentwicklung vor Ort jeweils Rechnung zu tragen.

Bauland wird auch in Gmünd knapp

Bauland entwickelt sich immer mehr zu einem äußerst knappen Gut, mit dem verantwortungsvoll umgegangen werden muss. Dies betrifft insbesondere sehr gut erschlossene Kernstadtlagen, in denen die Stadt versucht, ein bestmögliches Angebot an neuen Wohnungen entstehen zu lassen. In der Regel gelingt dies nur mit einer etwas dichteren und im Einzelfall auch etwas höheren Bebauung als im Durchschnitt der umgebenden Bebauung. Auch hier geht die Stadt verantwortungsbewusst vor, da es für immer mehr Menschen eine große Herausforderung darstellt, eine passende Wohnung für sich zu finden; was nicht immer nur eine Frage der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Einzelnen ist, sondern oft auch eine Frage, den passenden Wohnungstyp in der richtigen Lage zu finden. Dies betrifft insbesondere Familien mit Kindern und ältere Menschen, die sich umorientieren wollen und müssen. Ein breit aufgestelltes neues Wohnungsangebot führt auch zur Umschichtung von Angeboten im Bestand. Dies ist die beste Möglichkeit, um durch den Anstoß von sogenannten Umzugsketten Wohnungen Wohnungen für „Nachrücker“ freizumachen, was der gesamten Wohnungsnachfrage, insbesondere im älteren Bestandsbereich, sehr zu Gute kommt. Noch ist der Wohnstandort Schwäbisch Gmünd nicht extrem angespannt; deshalb ist es jetzt wichtig, möglichst viele Projekte an unterschiedlichen Standorten voranzubringen.

Die 31. Messe ist ein wichtiges Instrument, um für Anbieter und Nachfrager eine größtmögliche Transparenz der Stadtentwicklung herzustellen. Ich kann nur alle, die sich in den nächsten Jahren verändern wollen, ermuntern, sich auf der Messe zu informieren über aktuelle Rahmenbedingungen des Bauens, neue Chancen in den Ausstattungsmöglichkeiten und neue Chancen auf verschiedene Wohnungsangebote in unterschiedlichen Lagen unserer Stadt.

Der Messe im neuen Format wünsche ich in diesem Sinne viele interessierte Besucher, den Ausstellern eine zufriedenstellende Resonanz und die Motivation, weiterzumachen. Ich bedanke mich bei allen Akteuren und insbesondere bei Joachim Weber für die unermüdliche Arbeit und Weiterentwicklung an diesem Messeformat.Ihr Julius Mihm

Baubürgermeister

© Gmünder Tagespost 21.02.2018 10:56
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