Evita ist ein neuer Programmhöhepunkt

Seit Pfingsten laufen bereits die ersten Proben. Orchester, Kolpingchor, Kinderprojektchor und die Ballettschule Karen Foster sind an der Produktion mit viel Begeisterung beteiligt. Sieben Aufführungen stehen auf dem Programm.
  • Eine stattliche Zahl Mitwirkender aus verschiedenen Gruppen ist beim Musical Evita in Schwäbisch Gmünd beteiligt. Foto: tom

Schwäbisch Gmünd. „Es ist wie eine Spieluhr, die wir zu Beginn der zwei Akte starten. Einmal losgelegt, tönt sie bis zum Schluss.“ Das sagte Markus Wamsler, musikalischer Leiter des Kolping-Musicals den Mitwirkenden bei der ersten gemeinsamen „Evita“-Probe im Franziskaner. Damit sie wissen: das Stück ist von Anfang bis Ende durchkomponiert, es gibt keine Verschnaufpause für Orchester und Sänger, keine Sprechbeiträge wie in vielen anderen Musicals.

Am Freitag 2. Februar, hat die Inszenierung des Kolping-Musiktheaters im CongressCentrum Stadtgarten (CCS) in Schwäbisch Gmünd Premiere. Sechs weiterte Aufführungen folgen dann bis einschließlich zum 11. Februar.

Regisseur Michael Schaumann freut sich auf diese Herausforderung. Diese Probe erstze gemeinsame Hauptprobe war für ihn „eine der schönsten Erfahrungen vor der Premiere“. Und alle fiebern natürlich der Premiere entgegen.

Amateure leisten Großes

Es sei immer spannend zu erleben, was Orchester, Kolpingchor, der Kinder-Projektchor und das Ballett unter der Leitung von Karren Foster gemeinsam leisten, ergänzt der Regisseur. Und natürlich wie Evita, gespielt von Agneta Hanappi, in dieser Umgebung ankommt. Sie kommt aus Hamburg, und war neben ihrem alltäglichen Engagement an den vergangenen Wochenenden immer zur Probe für die Evita in Schwäbisch Gmünd.

Neue Herausforderung

Trotz der Herausforderungen: Die Probe verliefen im entspannten Modus. Markus Wamsler lässt dem Chor Zeit, sich einzusingen. Es ist Markus Wamslers neunte Kolping-Produktion und er dachte, „mit Aida im vergangenen Jahr hätten wir den Höhepunkt erreicht. Jetzt weiß ich, dass es immer noch eine Steigerung gibt.“
Die Steigerung heißt musikalisches Können. „Es ist nicht nur so, dass wir am Stück durchspielen und durchsingen. Die Komposition fordert zudem noch ständige Taktwechsel.“ Wer da die Konzentration auch nur kurz verliere, sei rasch draußen. „Das kann passieren“, so Wamsler, „aber bei uns fangen das die Mitspieler auf, ehe das jemand bemerken kann“. Das macht für ihn auch den Unterschied zu den reinen Profibühnen aus. „Dort ist jeder auf sich selbst fixiert, denkt nicht an die anderen. Bei uns ist das eine große und herzliche Gemeinschaft.“

Ich dachte, mit Aida im vergangenen Jahr hätten wir den Höhepunkt erreicht. Jetzt weiß ich, dass es immer noch eine Steigerung gibt.

Markus Wamsler, Regisseur

Die Proben gingen oft besser voran als gedacht. Agneta Hanappi hat ihren Auftritt genauso wie Michael Schaumann, der als Regisseur die männliche Hauptrolle Perón spielt. Simon Ihlenfeld führt als Erzähler „‚Che“ durch die Geschichte der Evita Peron. Dem Schlagzeug kommt bei dieser Musik mit südamerikanischem Einschlag eine besondere Rolle zu. Manfred Fischer bringt da Jahrzehnte lange Erfahrung mit und freut sich auf diesen Einsatz, „auch wenn ich da keine Sekunde zum Verschnaufen haben werde“.

Alle ziehen vorbildlich mit

Das Erlebnis Musical beginnt für die Mitwirkenden nicht erst bei der Premiere, sie haben ihren großen Spaß im Vorfeld. Und Markus Wamsler weiß, „dass ich mich auf all die Mitwirkenden immer verlassen kann“.

Viele von ihnen kennt er schon seit Jahrzehnten. Seine Kolping-Musical-Erlebnisse reichen weit zurück.

Eine Steigerung gibt es auch beim Publikumsinteresse. Organisationsleiterin Hanne Baranowski freut das besonders. „Wir haben nur noch Restkarten der insgesamt 7000 Karten für sieben Aufführungen zum Verkauf.“ Gut drei Wochen vor der Premiere ist der wirtschaftliche Erfolg des Kolping-Musiktheaters also schon sicher. kust/je

© Gmünder Tagespost 19.01.2018 18:25
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