Kreativer Beruf erfordert viel Herzblut

Am Sonntag werden die Gesellenstücke der Auszubildenden der Schreinerinnung Ostalb von 10 bis 16 Uhr in der Aula des Aalener Berufsschulzentrums ausgestellt. Ab 11 Uhr werden dann die Besten ausgezeichnet. Die Stücke zeigen die Vielfältigkeit des Berufes.

Ostalbkreis. Bis heute finden noch die Abschlussprüfungen der Auszubildenden in der Schreinerinnung Ostalb statt, am Sonntag werden die gefertigten Prüfungsstücke der zukünftigen Gesellen ab 10 Uhr in der Aula des Berufsschulzentrums Aalen ausgestellt. Um 11 Uhr findet dann die Preisverleihung für die besten Stücke statt.

Rund 20 Auszubildende legen die Prüfungen seit Donnerstag ab, und stellen am Sonntag dann ihre Stücke vor. Sie werden ein breites Spektrum des Schreiner-Handwerks vorstellen und aufzeigen.

Die Innung selbst verleiht dort Preise und Belobigungen. Eine neutrale Jury des Landesinnungsverbandes belohnt am Sonntag dann die Qualität der „Gestalteten Gesellenstücke“. Das beste Stück bekommt einen Preis und wird zum Landeswettbewerb zugelassen. Und auch die Schulleitung wird ebenfalls mit einem Sonderpreis die beste Schulleistung in den vergangenen drei Schuljahren würdigen.

Viel Herzblut und Akribie wird immer von den Azubis in die Ausarbeitung der Gesellenstücke gesteckt.

Kreativer Beruf mit natürlichem Baustoff

„Wie der Schreiner kanns keiner – Viel Wahres steckt in diesem Sprichwort. Dazu ist der Schreinerberuf überdies außerordentlich vielseitig“, betont der Vorstand der Schreinerinnung Ostalb. Die fachgerechte Verarbeitung der dabei verwendeten Materialien erstrecke sich vom Vollholz über Plattenwerkstoffe, Kunst- und Klebstoffe, Lacke, Naturöle bis hin zur Verarbeitung von Bändern, Schlössern und Einbaugeräten.

Die Schreiner stellen diese Produkte nicht nur her, sondern zu ihrer Leistungspalette gehören auch der Entwurf, der Einbau, die Instandsetzung und die Restaurierung. An Werkstoffen werden vorzugsweise Holz und Holzwerkstoffe, daneben je nach Fertigungsrichtung auch Kunststoffe, Metalle, Glas und andere verarbeitet. Immer dann, wenn es schön, kostbar oder besonders gemütlich sein soll, wird traditionell Holz verwendet. pm/je

Raffiniertes TV-Möbel

Sven Butscher, Auszubildender der Möbelmanufaktur Martin Weigle aus Ruppertshofen, hat als Gesellenstück ein TV-Möbel aus Buche und Kernbuche gefertigt. Es besitzt zwei Türen und drei gezinkte Schubkästen die mit selbst gefertigten Vollauszügen aus Massivholz geführt werden, die Oberfläche wurde in geölter Ausführung angelegt. Text/Foto: Weigle

© Gmünder Tagespost 19.07.2018 22:03
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