Qualität des Ensembles ist weithin bekannt

Evita wird meist auf den großen Bühnen gegeben – durch seine vorangegangenen Produktionen hat sich das Kolping Musiktheater Schwäbisch Gmünd einen guten Ruf bei den Lizenzgebern geschaffen und verzaubert jetzt die Besucher.
  • Mit viel Spaß sind die Darsteller bei den Proben dabei – und gespannt auf die Premiere. Foto: tom
  • Großer Aufwand steckt im Anfertigen der zeitgenössischen Kostüme. Foto: tom
  • Reizvoll für alle Beteiligten beim Musiktheater ist das Darstellen der Lebensgeschichte einer historischen Figur, der Evita Perón. Foto: tom

Schwäbisch Gmünd. Freudensprünge löste die Nachricht des Musical-Lizensgebers „Musik und Bühne“ beim Kreativteam des Kolping-Musicals aus, als die Zusage für die Aufführung von „Evita“ auf dem Tisch auf den Tisch lag.

Bereits an Pfingsten vergangenes Jahr begannen dann die Proben. Und das aus gutem Grund: „Der Chor ist mehr denn je gefordert, weil wir erstmals ein ganzes Stück musikalisch unterlegt aufführen“, sagt Regisseur Michael Schaumann über seine 14. Produktion.

Dabei kann er weiter auf ein bewährtes Team setzen. Hanne Baranowski steht für die Gesamtorganisation, Markus Wamlser ist musikalischer Leiter, Reiner Schmid kümmert sich wie immer ums Bühnenbild. Und für die Choreografie setzt Schaumann weiter auf Karren Foster.

Ganz einfach war es nicht, das Musical an Land zu ziehen. „Gewöhnlich findet es auf den großen Bühnen der Welt statt“, sagt Schaumann. Der Weg zu den Aufführungsrechten bedeutete eine ähnliche Herausforderung wie für das vergangene Stück „Aida“. Inzwischen kenne man bei den Inhabern der Aufführungsrechte, der deutsche Linzenzgeber muss die Zusage dafür in London holen, die Qualität des Schwäbisch Gmünder Ensembles. Auch der Publikumserfolg – alle sieben Aufführungen waren ausverkauft – spielt eine Rolle.

Reizvolles Stück

Gewöhnlich findet so eine Aufführung auf den großen Bühnen der Welt statt.

Michael Schaumann, Regisseur

Der Reiz am Stück „Evita“. Michael Schaumann: „Es ist das Thema, die polarisierende Figur der Evita, die auf der einen Seite für die Rechte der Frauen kämpft, das Frauenwahlrecht einführt, auf der anderen Seite steht ihre Machtgier. Im Umfeld von Adel und Militär ist die junge Frau aus armen Verhältnissen aber der Schlüssel, beim einfachen Volk anzukommen.“ Eva Duarte (Evita) wird als 15-Jährige von Tangosänger Magaldi aus der Provinz mit in die Hauptstadt Buenos Aires genommen. Es folgen weitere Liebhaber, mit deren Hilfe sie rasch die Karriereleiter erklimmt.

Letztlich wird sie die Geliebte des machtbesessenen Offiziers Juan Perón. Seine Pläne zum Umsturz Argentiniens unterstützt sie aktiv und Perón wird zum Präsidenten von Argentinien gewählt und heiratet Evita. Bis heute begeistert ihr mehrfach prämierter Klassiker durch seine unglaubliche Geschichte und einen der größten Musical-Hits aller Zeiten, die herzergreifende Ballade „Don’t Cry for Me Argentina“.

In Schwäbisch Gmünd ist das Stück natürlich auf Deutsch zu hören. kust/je

Die Zeiten der sieben Aufführungen

Premiere des Musicals „Evita“ ist am Freitag, 2. Februar, um 20 Uhr im Congress Centrum Stadtgarten.
Weitere Aufführungen:
Samstag, 3. Februar, 15 Uhr;
Sonntag, 4. Februar, 19 Uhr;
Freitag, 9. Februar, 20 Uhr;
Samstag, 10. Februar, 15 Uhr und
20 Uhr;
Sonntag, 11. Februar, 18 Uhr.
Karten gibt es im i-Punkt am Marktplatz.

Die Köpfe nicht hängen lassen

Michael Hieber, TSB-Trainer: „Wir bringen zurzeit unsere Abwehr nicht gestellt, da haben wir keine Sicherheit. Heute muss man aber auch mal dem Gegner ein Kompliment machen. Die Jungs von der SG haben einen tollen Job gemacht, Respekt. Wir werden dieses Spiel analysieren, weiterarbeiten, nicht den Kopf hängen lassen, und nächsten Samstag in Söflingen alles besser machen. Es gab viele positive Ansätze: Einstellung, Kampfkraft, Zusammenhalt – das war um Längen besser als in Neckarsulm. Auch im Angriff hatten wir gute Szenen und Torerfolge gegen ein Team, das im Schnitt nur 23 Gegentreffer kassiert. Loben muss man heute auch die Schiedsrichter: Absolut klasse!“

Andreas Lipps, Trainer SG: „Bis auf die Anfangsphase haben wir über 60 Minuten im Angriff und in der Abwehr eine hervorragende Leistung gezeigt. Ich bin hochzufrieden, denn ganz so einfach, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war es für uns nicht. Der TSB wird bestimmt da unten wieder rauskommen. Überragend bei uns waren die Youngster Julian Broschwitz in der ersten Halbzeit und Sandro Münch in der zweiten Halbzeit. Wenn wir jetzt noch Konstanz in unser Niveau bringen, können wir oben mitmischen“.

Sebastian Fabian, TSB:„Der Gegner war enorm stark, wir waren keine acht Tore schlechter. Leider hatten wir bei geblockten oder abgewehrten Bällen nie Glück.“ Wir kämpfen weiter“.

Julian Broschwitz, SG: „Das war eine starke geschlossene Leistung von uns. Wir haben einen tollen Zusammenhalt und sind der Breite gut aufgestellt. Jeder kämpft für den anderen. Jetzt wollen wir oben angreifen“.

Wolfgang Bächle, TSB: Die schnellen Tore zum 13:18 gleich nach der Pause haben wir nicht wegstecken können, dann fehlte das Selbstvertrauen“.

Lukas Waldenmaier, TSB: Dass Christian Waibel uns fehlt, war deutlich zu spüren, darf aber keine Ausrede sein, wir müssen zusammenrücken, eigene Fehler vermeiden. Unsere Einstellung stimmte“. Winfried Hofele

© Gmünder Tagespost 19.01.2018 18:31
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