Vierziger eröffnen die Runde der Jahrgangsfeste

Seit 155 Jahren feiern die Altersgenossenvereine in Schwäbisch Gmünd. Zwei Mal geht es über den Marktplatz und dann zum „Knälle“ unterm Johannisturm.
  • Der AGV 78 eröffnet an diesem Wochenende die Reihe der Altersgenossenfeste. In den vergangenen zehn Jahren standen schon einige gemeinsame Unternehmungen auf dem Programm. Foto: AGV
  • Die Altergenossen des Jahrgangs 1978 auf einem gemeinsamen Ausflug nach Hamburg. Foto: AGV
  • Der Höhepunkt der Altersgenossenfeste ist immer der Zug über den Marktplatz, hier ein Teil der 40er aus dem vergangenen Jahr. Foto: arc/tom

Schwäbisch Gmünd. Die Tradition der Altersgenossenfeste – vor 155 Jahren aus der Taufe gehoben – geht weiter und startet wie immer mit dem 40er-Fest.

An diesem Samstag drehen die Mitglieder des Altersgenossenvereins 1978 ihre Runden über den Marktplatz und singen gemeinsam mit den Besuchern den „Alois“ unter dem Johannisturm. Natürlich erst, wenn das „Knälle“, der berühmte Böllerschuss vom Aussichtsplatz Lindenfirst, ertönt.

Erwartet werden die Altersgenossen an dieser Stelle zum ersten Mal gegen 9 Uhr, zum zweitem Mal kurz vor der Mittagszeit.

Gegründet wurde der AGV 78 vor genau zehn Jahren, rasch ist er auf 38 Mitglieder angewachsen, durch Ortsveränderung hat sich die Zahl aber auf unter 30 eingependelt. Von Anfang an gönnten sich die Altersgenossen ein unterhaltsames Vereinsleben. „Wir haben unsere Stammtische rasch zu Event-Stammtischen umfunktioniert, um die Mitglieder noch mehr anzusprechen“, sagt Vorsitzender Thomas Titze.

Da ging es mal in den Hochseilgarten oder nach Stuttgart zur Stäffelestour. Natürlich stand auch die Nachtwächterführung in Schwäbisch Gmünd auf dem Programm. Ausflüge führten die 1978er nach Berlin oder Hamburg. Und schon jetzt planen sie eine besondere Reise: Weil ein Mitglied inzwischen in England lebt, soll der Ausflug 2019 dorthin führen.

Seit mehr als einem Jahr bereitet sich der Altersgenossenverein auf das 40er-Fest vor. Die Fahnenweihe auf dem Salvator war im vergangenen Herbst offizieller Auftakt fürs Fest.

Wir haben unsere Stammtische rasch zu Event- Stammtischen umfunktioniert.

Thomas Titze, Vorsitzender

Drei Tage Programm

An diesem Donnerstag treffen sich die 40er zum Begrüßungsabend, am Samstagfrüh auf dem Sebaldplatz zum ersten Festzug. Der steht im Zeichen des Einhorns, entsprechend sieht die Dekoration aus. Mit von der Partie sind die „Ostalb-Ruasgugga“, die in diesem Jahr auch ihren 40. Geburtstag feiern. Die Kolpingkapelle begleitet die Teilnehmer auf den beiden Umzügen und natürlich ist das Zügle mit dem Nachwuchs dabei.

Beim Festabend im Stadtgarten soll dann die Musik der 1980er- und 90er-Jahre zur Geltung kommen, ein DJ legt entsprechend auf.

Auf diese musikalische Reise folgt am Montag noch die traditionelle Blaufahrt des AGV 78 als Abschluss des Festwochenendes. kust

© Gmünder Tagespost 06.06.2018 17:07
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