Energiewende führt zu immer höheren Strompreisen

Lag der Preis für Strom im Jahr 2000 noch bei durchschnittlich 13,94 Cent pro Kilowattstunde, müssen Verbraucher aktuell mit rund 30 Cent mehr als das Doppelte ausgeben. Der Grund hierfür ist neben gestiegenen Erzeugerpreisen vor allem die sogenannte "Energiewende". Private Haushalte sollten klug vorgehen, um die eigene Kostenlast in diesem Bereich nachhaltig zu senken.

Starke finanzielle Belastung

Mit der von der Bundesregierung im Jahr 2010 verstärkt in Gang gesetzten "Energiewende" ist eine großflächige Veränderung der Netzinfrastruktur verbunden. Umfangreiche Aus- und Umbaumaßnahmen an Kraftwerken und Leitungen erfordern dabei starke Investitionen. Entsprechenden Verlautbarungen zufolge sind bis zum Jahr 2032 allein für das Verteilernetz rund 50 Milliarden EUR aufzuwenden. Neben diesen steigenden Lasten für die Netzversorger wurden auch verschiedene neue Umlagen, Abgaben und Steuern geschaffen, welche den Preis zusätzlich nach oben treiben. Die Folge: Obwohl die Einkaufspreise für Strom an den Börsen in den letzten Jahren gesunken sind, müssen Verbraucher ständig mehr bezahlen.

Trotz Senkung der Ökostrom-Umlage hohe Kosten

Wenn es um die sogenannte "Energiewende" geht, sind auf den ersten Blick gut klingende Nachrichten mitunter das ganze Gegenteil. Als beispielsweise zum 1. Januar 2018 die Ökostrom-Umlage für durch Windkraft und Sonnenlicht erzeugten Strom erstmals gesenkt wurde (um 0,088 Cent auf jetzt 6,79 Cent pro Kilowattstunde), erschien dies vielen Stromkunden als positives Signal. Doch die mit -1,3 % gegenüber 2017 erfolgte erste Senkung seit 2015 führte unterm Strich nur in den seltensten Fällen zu niedrigeren Preisen. Angesichts der erhöhten Ausgaben für den Ausbau der Stromtrassen hatten die Netzbetreiber nämlich keine Veranlassung zu einer tatsächlichen Reduzierung des Endpreises. Für den Geldbeutel der meisten Verbraucher hat sich somit trotz der vollmundigen Betonung einer abgesenkten Ökostrom-Umlage kaum etwas geändert.

Wechsel des Stromanbieters oft sinnvoll

Da sich die steigenden Preise für den Bezug von Strom offensichtlich nicht vermeiden lassen, haben Verbraucher nur eine einzige Möglichkeit, ihre Kostenlast nachhaltig zu senken: Sie müssen sich regelmäßig nach einem günstigen Stromanbieter umsehen und auf Neukundenrabatte und Bonuszahlungen setzen. Angesichts der Fülle entsprechender Unternehmen auf dem Markt liefert Beste Stromvergleich zumeist für jede Region ein attraktives Angebot. Mit einem oft nur wenig Zeit in Anspruch nehmenden Vergleich lässt sich so in aller Regel schnell ein passender Versorger finden, der mit günstigen Grund- und Verbrauchspreisen sowie mit zum Teil hohen Wechselprämien aufwartet. Wer hier ein klug vorgeht, kann die Ausgaben für Strom unter Umständen merklich verringern. Unbedingt zu beachten sind beim Vergleich der einzelnen Offerten allerdings die jeweiligen Laufzeiten und Kündigungsfristen. Grundsätzlich ist ein Umzug zum neuen Anbieter aber nur mit wenig Aufwand verbunden und zahlt sich fast immer schnell aus.

Bild: Pixabay user:markusspiske

© Gmünder Tagespost 24.04.2018 15:35
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