"Staatlicher Diebstahl"

Zur Anrechnung der Vermögen von Kindern bei Hartz IV.
"(. . ) Bei diesem Thema geht es meiner Meinung nach nicht um Solidarität mit den sozial Schwächeren, was unsere Eltern und Großeltern in den letzten 50 Jahren bewiesen haben, indem sie ihre Steuerzahlungen (durch Arbeitskraft in Beruf und Freizeit) geleistet haben, welche dann für weltweite Entwicklungsprojekte, Wiedergutmachungszahlungen, Subventionen und Staatsbauten teilweise in den Sand gesetzt wurden (siehe Schürmannbau).
Es geht vielmehr darum, dass man nach den ersten drei Jahren Kindergeburtstag, Weihnachten, Ostern usw. den Verwandten, Bekannten und sich selbst klar machen konnte, dass materielle Geschenke im Überfluss (Made in China und Taiwan, also nicht einmal Arbeitsplätze für Deutschland), die Kinder auch nicht glücklicher machen. Deshalb wollte man eine finanzielle Grundlage für die Kinder schaffen. Wieso sollen sie dies wieder hergeben?
Man braucht kein Studium, um zu begreifen, dass man mit leeren Staatskassen nicht mehr weiterwirtschaften kann wie bisher. Aber unseren Kindern einen staatlichen Diebstahl in aller Öffentlichkeit zu erklären, dafür braucht es sehr viel Gewissenlosigkeit.
Wie passt es zusammen, dass unsere Regierung die Vermögenssteuer abschafft, gleichzeitig aber ein Kleinkind seine Eltern bei eventueller Arbeitslosigkeit durchfüttern soll?
Im Übrigen würde ich mir wünschen, dass auch die anderen Reformen, wie zum Beispiel die Anrechnung der Ersparnisse auf das Arbeitslosengeld usw. nicht durchgesetzt werden."
Christine Kohout, Mögglingen
© Gmünder Tagespost 05.08.2004 00:00
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