Enttäuschend

Zu: „Neuer Schillerplatz kann kommen“ in der Gmünder Tagespost vom 7. Juni:„Dass die Kastanienbäume auf dem vorderen Schillerplatz stehen bleiben dürfen und weiterhin für ein angenehmes Klima im Zentrum von Lorch sorgen, ist dem Engagement der Bürgerinitiative (BI) „Pro Schillerplatz“ zu verdanken. (...) Neben dem Sammeln von 1343 Unterschriften für den Erhalt der alten Bäume erarbeiteten die Mitglieder ein Alternativkonzept für die Gestaltung des vorderen Schillerplatzes, welches sie bei der Bürgerfragestunde vorstellten. (...) In diesem Alternativplan war auch vorgesehen, eine größere Fläche des Schillerplatzes nicht mit Pflastersteinen zu versiegeln, sondern mit einem (kostengünstigen) Schotterbeleg zu versehen. Der Vorteil bestünde darin, dass die diversen Boule-Gruppen (...) auch weiterhin dort ihrem Sport frönen könnten. Ein weiterer Vorteil wäre, dass nach wie vor bei Veranstaltungen (Löwenmarkt) die Zelte ohne größeren Aufwand aufgestellt und im Boden verankert werden könnten. (...) Einige Bürger äußerten während der Fragestunde ihre Bedenken, ob dies mit der Umgestaltung des Platzes nach den Plänen des Ausschreibungsgewinners, Architekturbüro Reschke, gelingen kann. In diesem Zusammenhang wurde aus dem Forum heraus angeregt, den vorhandenen Pavillon zu erhalten und in ein Café umzuwandeln. (...) Einige Bürger nahmen die hierzulande deutlich erlebbaren .katastrophalen Folgen des Klimawandels zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass diese Katastrophen auch deshalb so gravierend wären, weil immer mehr Flächen versiegelt worden seien.
Die Mitglieder des Gemeinderats wurden darum gebeten, dies bei ihren Beratungen zur Neugestaltung des Schillerplatzes zu bedenken. Dass in der im Anschluss an die Bürgerfragestunde stattgefundenen Gemeinderatssitzung weder die Alternativplanung der BI, wie auch die Vorschläge und Bedenken, die von Bürgern vorgebracht worden waren, überhaupt nicht gewürdigt wurden, und die Stadträte der Umsetzung des Reschke-Plans ohne Änderungen einstimmig zustimmten, ist ernüchternd und enttäuschend. Der Gemeinderat Lorch hat diesbezüglich eine Chance vertan, die Ideen engagierter Bürgerinnen und Bürger in die Planung eines richtungsweisenden Projekts nicht einzubeziehen. Ich kann nicht anders, als dieses Verhalten als ignorant und arrogant zu bezeichnen.“ Uwe Glund, Lorch
© Gmünder Tagespost 15.06.2016 17:27
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