Verträge vorher geschlossen

Zum Leserbrief Mobilfunkmast als Hau-Ruck-Aktion vom 27. April:
Als vom Gericht bestellter Verwalter der Grundstücke des Eigentümers hatte ich im Herbst 2002 festgestellt, dass der Eigentümer bereits mehr als zwei Jahre vor meiner Bestellung die Verträge zu dem Mobilfunkmast mit dem Mastbetreiber geschlossen hat. Dieser Vertrag war von meiner Seite nicht zu beanstanden und deshalb auch nicht rückgängig zu machen.
Nachdem sich herausgestellt hat, dass die Grundstücke verkauft werden müssen, hatte ich das Problem das betreffende Grundstück mit diesem "Makel" zu verkaufen. Dies ist dann schließlich zu einem angemessenen Preis im Juni 2004 gelungen. Weder der Käufer noch ich hatten einen Grund anzunehmen, dass der Eigentümer die Mastfrage nicht bereits vier Jahre zuvor - als niemand von uns in die Vertragsgestaltung eingebunden war - mit den Anwohnern geklärt hat.
Die Annahme, dass das Grundstück zum Zweck des Naturschutzes gekauft wurde und klammheimlich für die Nutzung eines Mobilfunkmastes genutzt werden soll, ist deshalb genauso dusselig wie die Annahme, dass der Zeitraum von vier Jahren dazu diente, dass die Anwohner keine Zeit zum Protest haben sollen.Hans Völkers, Aalen
© Gmünder Tagespost 30.04.2005 00:00
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