Leserbeiträge

der Biber, ein Schädling ???

Hier drängt sich mir die Frage auf wer ist denn hier der geschädigte und wer trägt für den Schaden die Verantwortung ? Fakt ist, das der Biber in der von der intensiven Landwirtschaft geprägten Landschaft nur noch selten einen Lebensraum findet. Die Hauptschuld an dieser Situation trägt nach meiner Meinung die verheerende Agrarpolitik der vergangenen Jahre. Kleinbäuerliche Betriebe wo der Landwirt noch mit der Natur im einklang wirtschaftete wurden systematisch zerstört. Großbetriebe wurden und werden auch heute noch mit sehr viel Staatlicher Zuwendung immer größer. In den vergangenen Jahren wurden so auch viele Feuchtwiesen trockengelegt und Bäche begradigt. Wo einst eine bunte Artenvielfalt herrschte, wo Kiebitz, Trollblume und Co. zuhause wahren existiert heute nur noch Leblose Monokultur. Wo Ackerflächen bis unmittelbar an Bachläufe grenzen ist der Ärger mit dem Baumeister dieses Lebensraums vorprogrammiert. Der Biber ist eine Schlüsselart für den Lebensraum Feuchtgebiet, er ist Wegbereiter für viele heute leider sehr selten gewordene Tier und Pflanzenarten. Gegenseitige Schuldzuweisungen nutzen hier keinem, nur in gemeinsamen sachlichem Dialog kann es eine Lösung geben von der alle Profitieren.

Rainer Holzner,  Flochberg 

© 03.03.2017 14:14
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