50 Muskeln machen’s möglich

Der Europäische Tag der Logopädie am Montag, 6. März, steht unter dem Motto: „Schlucken – lebenswichtig und nicht immer selbstverständlich“.
  • Schluckstörungen kommen bei KInder und Erwachsenen vor.

Essen und Trinken sind ein elementarer Teil unseres Lebens. Schlucken ist hierfür unerlässlich. Schlucken ist ein angeborener Reflex, der täglich bis zu 2000 Mal automatisch abläuft. Gleichzeitig handelt es sich dabei um einen komplexen Vorgang, an dem 50 Muskelpaare und sechs Hirnnerven beteiligt sind. Dass der Schluckakt ohne Probleme gelingt, ist nicht immer selbstverständlich.

„Bewusst wird der Schluckakt meist erst dann, wenn er nicht korrekt funktioniert“, weiß Cordula Winterholler, Geschäftsführerin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl). Gelegentliches Verschlucken sei ganz normal. Wenn es aber hierdurch immer häufiger zu Schwierigkeiten beim Essen und Trinken oder beim Schlucken des Speichels kommt, sollte ärztlicher und logopädischer Rat eingeholt werden.

„Es könnte eine Schluckstörung (Dysphagie) vorliegen, die nicht nur die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, sondern möglicherweise auch schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Deshalb ist es wichtig, Schluckstörungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln“, so die Logopädin. Schluckstörungen können in jedem Alter auftreten. Am häufigsten kommen sie jedoch bei älteren Menschen vor.

Fragen wollen Logopäden am 6. März beantworten und so dazu beitragen, das wichtige Thema Schlucken in die Öffentlichkeit zu tragen. Quelle: dbl

© Gmünder Tagespost 05.03.2017 21:24
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