Agnes Pahlers Gartentipps

  • Expertin Agnes Pahler beantwortet Ihre Fragen.

Manchmal ist auch der erfahrendste Hobbygärtner mit seinem Latein am Ende. Haben Sie Fragen, schreiben Sie uns. Haben SIe einen tollen Gartentipp, wir geben ihn gerne weiter.



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Mehltau an Kirschlorbeer
Im Herbst vorigen Jahres war die Kirschlorbeerhecke von Hans Weber erstmals von Mehltau befallen. Wie soll man die Hecke jetzt behandeln?
AGNES PAHLER: Zwei Dinge sind wichtig: Erstens muss man die erkrankten Triebe ausschneiden. Das bedeutet einen starken Rückschnitt, aber der ist erforderlich, weil der pilzliche Krankheitserreger im Pflanzengewebe überdauert. Bleibt er in der Pflanze, bricht die Krankheit sofort wieder aus, sobald feuchte Witterung herrscht. Als Zweites kommt es deshalb darauf an, das Gebüsch gut durchlüftet zu halten. Die Blätter müssen nach Regenfällen rasch abtrocknen, sonst entwickelt sich der Schadpilz erneut.

Kosmeen keimen kaum
Die Kosmeen-Samen gehen bei Margrit Koch nur spärlich auf.
AGNES PAHLER: Kosmeen lieben einen nicht zu nährstoffreichen Boden. Sind sie zu reich versorgt, gedeihen sie nicht gut. Bei Kosmeen bietet sich eine Vorkultur im Haus an: Man kann modulare Anzuchtsysteme mit nährstoffarmer Anzuchterde befüllen und darin Jungpflanzen vorziehen, die man ins Freiland setzen kann, wenn sie mehr als sieben Zentimeter groß sind.

„Bonsai“ aus Grapefruitkern
Schon vor 30 Jahren hat Maria Schubert ein hübsches Bäumchen aus einem Grapefruitkern herangezogen. Jetzt ist der „Bonsai“ 60 Zentimeter hoch, blüht und fruchtet aber nicht. Was fehlt ihm?
AGNES PAHLER: Es ist toll, wenn die eigene Anzucht aus einem Kern gelingt, doch hat die Nachzucht ihre Tücken. Die Pflanze, die aus dem Kern wächst, hat andere genetische Eigenschaften als der Mutterbaum, und in den meisten Fällen erweisen sich die Nachkommen als blühfaul und wenig fruchtbar. Die Blühfähigkeit kann man mit geeigneter Erde unterstützen: Entweder man kauft Zitruspflanzenerde oder man mischt unter gewöhnliche Kübelpflanzenerde ein Fünftel Anteil Sand und dazu etwas Lehm. Die Erde muss leicht sauer sein.

© Gmünder Tagespost 13.04.2017 17:03
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