Aus der Berufswelt

Smartphone weglegen

Fristlose Kündigung

Beleidigt jemand seinen Vorgesetzten grob, muss er mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Und zwar auch nach einer langjährigen Betriebszugehörigkeit, entschied das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein. Ein Mitarbeiter hatte seinen Chef nach einem Streitgespräch als „soziales Arschloch“ bezeichnet. Der Vorgesetzte kündigte ihm nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit. Dagegen klagte dieser. Sein Verteidiger argumentierte, die Äußerung sei im Affekt gefallen und durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Die Richter urteilten: Zwischen Streit und Beleidigung seien mehrere Stunden vergangen. Somit liege kein Affekt vor. Grobe Beleidigungen seien nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt.

In der digitalisierten Arbeitswelt müssen Arbeitnehmer oft ständig erreichbar sein. Anette Wahl-Wachendorf, Vizepräsidentin des Verbands der Werks- und Betriebsärzte rät: In Pausen sollten sich Arbeitnehmer vom Arbeitsplatz wegbewegen – einmal um den Block gehen oder sich in einen Park setzen. Dabei das Smartphone besser weglegen. Das gilt auch nach Feierabend: Wer das Gerät mit ins Bett nimmt und vor dem Schlafengehen seine Mails checkt, tut sich keinen Gefallen.

© Gmünder Tagespost 26.05.2017 17:30
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