Berlin – toll, aber nicht unanstrengend

Altersgenossenverein 1946 Teilnehmer erlebten fünftägigen Ausflug in die Bundeshauptstadt mit vielen Informationen und jeder Menge gepflegter Unterhaltung.
  • Der AGV 1946 auf der „sinkenden Mauer“ im Invalidenpark. Foto: privat

Schwäbisch Gmünd

Berlin war eine Reise wert, befanden die Mitglieder des AGV 1946 am Ende ihres fünftägigen Ausflugs in die Hauptstadt. Organisator Hanspeter Weiss präsentierte den 44 Mitreisenden die pulsierende Metropole von verschiedenen Seiten. Schon die Anreise barg Kulinarisches – ein Mittagsvesper, das Manfred Stury und Karl Kienzle mit ihren Frauen vorbereitet hatten – und Wissenswertes bei einem Stopp in Mödlareuth, dem ehemals durch eine Mauer getrennten Dorf an der Demarkationslinie. Im Museum dort spürten alle die Unmenschlichkeit des kalten Krieges. An der ehemaligen Berliner Rennstrecke AVUS stieg ein Reiseleiter zu, der über die Berliner Baulichkeiten informierte. In den kommenden Tagen erlebten die 46er eine Auffahrt auf den Alex, den markanten Funkturm am Alexanderplatz; einen Besuch bei Staatssekretär Norbert Barthle im Bundesverkehrsministerium, der in einer eineinhalbstündigen intensiven Fragestunde zu aktuellen Themen Stellung bezog, wofür ihm Hanspeter Weiss dankte; je einen Besuch beim imposanten, 2006 eingeweihten Hauptbahnhof und im Reichstagsgebäude, wo man auch über die schiefe Ebene der Reichstagskuppel schritt; eine Spreebootsfahrt durch das Regierungsviertel; einen Besuch im Kanzleramt, der sogenannten ‚Waschmaschine’; eine sehr kurzweilige Stadtrundfahrt mit echter Berliner Schnauze und Witz durch Stadtführerin Renate. Es wurde Berlin auf eigene Faust erkundet und in Lemkes Brauhaus zu Abend gegessen; man war in Potsdam und bewunderte die Gärten des Schlosses Sanssouci; erlebte eine Schlösserfahrt auf der Havel, shoppte im legendären Kaufhaus Kadewe; und man genoss einen Kabarettabend mit den Mitgliedern des Ensembles „Distel“. Und die Heimfahrt wurde mit einem Stopp im Gartenreich Dessau-Wörlitz und einer Gondelfahrt auf dem Vergnügungssee zu einem Erlebnis der besonderen Art. Resumee am Schluss: Nicht unanstrengend aber toll! Der Reiseleitung einschließlich dem Busfahrer wurde großes Lob zuteil.

© Gmünder Tagespost 06.06.2017 18:51
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