Freie Bahn durchs Fenster im Brandfall

Sicherheitstechnik Rollläden können mit Systemen nachgerüstet werden, womit sie sich im Fall eines Feuers automatisch öffnen und einen weiteren Fluchtweg ermöglichen.
  • Damit erst gar nichts anbrennt: Rauchmelder schlagen rechtzeitig Alarm und neue Modelle können sogar mit Rollladengurtwicklern gekoppelt werden. Foto: arc/opo

Feuerlöscher, Rauchmelder, Steckdosen mit Überspannungsschutz: Viele Dinge, die im Brandfall helfen oder ihm auch vorbeugen können, befinden sich bereits heute in den meisten Haushalten. Was viele jedoch noch nicht wissen: Auch für Rollläden gibt es smarte Möglichkeiten, um sich ganz einfach ein Plus an Sicherheit ins Haus zu holen.

Wer sich vor einem möglichen Ernstfall Gedanken macht und gewisse Vorkehrungen trifft, kann einen entscheidenden Vorteil haben. Ein zuverlässig funktionierender Rauchmelder und Löschmittel für kleinere Brände können oft Schlimmeres verhindern. Oberste Priorität sollte aber immer die eigene Sicherheit haben. Und das heißt: Lässt sich ein Brand nicht unmittelbar in den Griff bekommen, muss das Gebäude schnellstmöglich verlassen werden. Wichtig ist es, Fluchtwege gedanklich bereits vor Eintritt eines möglichen Brandfalls durchzuspielen. Gerade der Fensterbereich sollte in diese Überlegungen mit eingeschlossen werden.

Speziell das Hochziehen von Rollläden kann bereits Probleme bereiten. Mithilfe von Nachrüst-Systemen kann dieser Unsicherheitsfaktor aber gegen smarte Alternativen ausgetauscht werden. So gibt es elektronische Rollladengurtwickler, die sich mit einer Smarthome-Zentrale verbinden lassen und im Brandfall vollautomatisch die Rollläden hochziehen.

Fluchtwege gedanklich bereits vor Eintritt eines Brandfalls durchspielen.

Wer bisher auf eine zentrale Haussteuerung verzichtet, sollte sich von einem Fachmann beraten lassen. Die elektronischen Rollladengurtwickler reagieren auch unabhängig von Hauszentralen und ohne Programmieraufwand auf das Alarmsignal des Rauchmelders. akz

© Gmünder Tagespost 20.06.2017 20:51
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