Lesermeinung

Zum Leserbrief von Heinz Warzecha:

Als Stadtrat habe ich in 28 Jahren gelernt, mit Kritik zu leben, allerdings wird diese in letzter Zeit immer unsachlicher. Vom Leserbrief des Herrn Warzecha und ähnlichen in den letzten Wochen fühle auch ich mich angegriffen, weil ich an allen Entscheidungen und Projekten beteiligt war, die genannt und kritisiert werden. Denn sie wurden nicht von Bürgermeister Traub im Alleingang, sondern von 18 Stadträten einstimmig (!) beschlossen, oft nach langen Diskussionen, um die beste Lösung zu erzielen. Den Leserbriefschreiber und seine „Kollegen“ habe ich weder in einer Ratssitzung noch in einer der Versammlungen gesehen, in denen die von ihm kritisierten Projekte vorgestellt und mit Bürgern diskutiert wurden.

Im Baugebiet „Weingarten“ können nach jahrelanger Vorarbeit und Berücksichtigung der Belange aller Beteiligter Bauplätze zu Preisen für Normalverdiener angeboten werden. Das Mühlenareal, der letzten Flecken Alt-Oberkochens, unter Denkmalschutz stehend, wurde mit Leben erfüllt. In das Rathaushotel, steckt ein Oberkochener Investor Millionen, anstatt das Geld in einer Steueroase zu bunkern. Der Aufgabenbereich der Stadtwerke wurde erweitert, damit günstige Mietwohnungen in der Innenstadt geschaffen werden können. Die Kinderbetreuung ist in Oberkochen vorbildlich. Für all diese Projekte, auch für die „Neue Mitte“, haben alle Fraktionen gestimmt! Warum das alles „für Eliten“ sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Wir haben in Oberkochen die günstigsten Wasser-, Strom-, Gaspreise und Umlagen in der Region. Wir sind schuldenfrei. Es ist gelungen, Zeiss und andere Firmen und den Lebensmittelmarkt am Ort zu halten. Wir investieren jedes Jahr Millionen in neue Straßen und in die Infrastruktur. Alle großen Projekte der Zukunft sind finanziert! In Oberkochen ist in den letzten 20 Jahren so viel geschaffen worden wie nie zuvor. Wenn Sie Bürgermeister Traub nicht mehr wählen wollen, so ist das Ihre Sache. Dann dürfen Sie mich und meine Kollegen aber auch nicht mehr wählen, weil wir alle diese Projekte gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Bei den Kommunalwahlen in zwei Jahren können Sie antreten und dann sicher alles viel besser machen.

© Gmünder Tagespost 03.07.2017 15:18
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