Kirchen erneut reformieren

Zur Reformation

Ohne Zweifel hat die Reformation mit ihrer Modernisierung viele positive Änderungen mit sich gebracht, welche es wert sind, zum Jubiläum gewürdigt zu werden. Verfolgt man jedoch die entsprechende Dokumentation, tauchen viele Punkte auf, die bis heute keine Veränderung mit sich brachten. Die fettleibigen, machtbesessenen Kaiser und Kurfürsten von einst sind heute wohlgenährte Politiker.

Der Klerus lebt nach wie vor prunkvoll, lehrt jedoch Bescheidenheit. Dies weiß man nicht erst seit Tebartz-van Elst. Vatikan und Kirchen sind milliardenschwer. Sozialabgaben für Geringbeschäftigte werden „versehentlich“ nicht abgeführt. Die Ablassabgaben zu Luthers Zeit scheinen heute in der Kirchensteuer enthalten zu sein. Die Altersarmut steigt. Nichts wird dagegen unternommen.

Auch die Türken standen damals vor den Grenzen Europas. Verfolgt man die türkische Politik und Wirtschaft heute in Europa, wird man in absehbarer Zeit vor einem vermutlich schlimmeren Problem stehen. Moscheen und islamistische Versammlungsstätten werden mehr, christliche Kirchen und Einrichtungen geschlossen. Es wäre nach 500 Jahren an der Zeit, eine Reformation zu erarbeiten.

© Gmünder Tagespost 06.11.2017 18:18
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