Lesermeinung

Zum Lehrschwimmbecken:

Was leider im Bericht über die Ortschaftsratssitzung gar nicht beleuchtet wird: Es geht nicht nur um den Schwimmunterricht in der Grundschule Ebnat. Die Kapazitäten des neu geplanten Lehrschwimmbeckens im neuen Kombibad werden nicht ausreichen. Das haben alle Aalener Schulleiter bei einem Treffen festgestellt. Es geht also um die Kinder in der gesamten Stadt. Man muss sich also trotz einer Menge Geld, das in die Bäder investiert wird, auf schlechtere Bedingungen insbesondere für Grundschulen einstellen. Die Planung eines integrierten Lehrschwimmbeckens im Kombibad halten die Pädagogen besonders für Grundschüler nicht für ideal, zu groß sind die Ablenkungsmöglichkeiten für die Kinder; die Aufsicht ist schwieriger zu leisten. Schon heute kommen Grundschüler aus Hofherrnweiler nach Ebnat zum Schwimmen. Das Hallenbad wäre näher, aber die Bedingungen in Ebnat sind idealer. Auch interessant: In Neresheim wurde gerade das Lehrschwimmbecken saniert, dort nimmt man für Schüler das Geld in die Hand. Bäder sind niemals rentabel, gehören aber zur Aufgabe einer Kommune. Im Bädergutachten wurde deutlich, dass alle Bäder schwere Mängel aufweisen. Das Spieselbad, das saniert wird, hat danach starke Defizite im technischen Bereich. Auch das Unterrombacher Bad ist in keinem guten Zustand. Eine genaue Begutachtung vor Ort ist dringend nötig, um zu ermitteln, welche Sanierungskosten nötig sind, um den Betrieb für die nächsten 10 bis 15 Jahre sicherzustellen. Das Defizit von jährlich 80 000 Euro wäre durch eine energetisch sinnvolle Sanierung sicher weiter reduzierbar.

© Gmünder Tagespost 30.11.2017 18:17
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