Fünftklässler spielen Theater

Märchen Aufführung „Das kalte Herz“ an der der Freien Waldorfschule.
  • Schüler der 5. Klasse der Freien Waldorfschule Schwäbisch Gmünd beeindruckten das Publikum mit dem Theaterstück „Das kalte Herz“. Foto: privat

Schwäbisch Gmünd. Viermal in zwei verschiedenen Besetzungen spielten die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse der Freien Waldorfschule das Theaterstück „Das kalte Herz“ nach einem Märchen von Wilhelm Hauff. In sechs intensiven Probenwochen studierten die 5-Klässler das Theaterstück ein. Gewissenhaft setzten die Schüler die Vorgaben von Regisseur Hellfried Rödelberger und Klassenlehrerin Christa Klöck um. Mehr als 1000 Zuschauer sahen das Spiel der jungen Schauspieler und bedankten sich mit großem Applaus.

„Das kalte Herz“ “, erzählt von der Macht des Geldes und dem Verlust der Gefühle, dem kaltherzigen Streben nach Status und Reichtum. Im Mittelpunkt steht Peter Munk, der mit seinem Leben als armer Köhler unzufrieden ist und auch so leben möchte wie die reichen Glasbrenner und Flößer im Ort. Als Sonntagskind hat er bei dem guten Waldgeist, dem Glasmännlein, drei Wünsche frei. Zwei Wünsche werden ihm sofort erfüllt, bringen aber nur kurzzeitig Glück. Um an Geld zu kommen, wendet er sich an den Holländer-Michel, dem bösen Waldgeist. Der verspricht ihm viel Geld, fordert im Gegenzug aber Peters Herz und pflanzt ihm stattdessen einen Stein in die Brust. Immer mehr merkt Peter, dass er weder zum Lachen, Weinen oder sonst einem Gefühl fähig ist.

Freude am Leben

Er fordert vom Holländer-Michel sein Herz zurück. Dabei hilft ihm ein Kreuz aus Bleikristall, welches ihm das Glasmännlein gegeben hat. Peter Munk bereut seine Missetaten ehrlich und findet durch den letzten noch freien Wunsch beim Glasmännlein wieder Freude am Leben.

Gespielt wurde das Stück in einer beeindruckenden Kulisse, die Wechsel zwischen Szenen im Wald und im Steinhaus waren fließend, die von Eltern und Schülern gebauten Kulissen wurden einfach umgedreht. Wichtig dabei auch die Beleuchtung, hier waren ebenfalls Schüler am Werk. Professionell die Musik, von Musiklehrerin Daniela Schwäble eigens komponiert und zusammengestellt. Ein Orchester mit Violine, Violoncello, Kontrabass, Gitarre. Querflöte, Posaune, C-Flöte und Klavier begleitete das Stück, mal dramatisch, mal ganz feine Töne, wenn das Glasmännlein auf die Bühne kam.

Auch in diesem Jahr hat sich gezeigt, wie wichtig das Theaterspielen für die Entwicklung der Kinder ist. Sprachschulung, Durchhaltevermögen und die Stärkung der Klassengemeinschaft sind neben den ganz persönlichen Erfahrungen wertvoll für die jungen Schüler und lassen sie gestärkt in den Schulalltag eintauchen.

© Gmünder Tagespost 30.11.2017 19:19
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