Ein ausgeruhtes Gefühl durch hohe Schlafqualität

  • Gesunder Schlaf - Foto Pixabay

Auch wenn der nächtliche Schlaf ausreichend lang war, stehen viele Menschen mit einem fast schon lähmenden Müdigkeitsgefühl auf. Eines ist nämlich sicher: Nicht nur die Dauer des Schlafs wirkt sich auf das ausgeruhte Gefühl aus. Auch die Schlafqualität ist entscheidend, wenn es um erholsamen Schlaf geht. Dabei kann jeder etwas dafür tun, dass die eigene Schlafqualität besser wird und dass der nächtliche Schlaf effizient und erholsam ist.

Kein schweres Essen vor dem Schlafengehen

Wer abends noch schwere Mahlzeiten zu sich nimmt, muss sich nicht wundern, wenn der Schlaf wenig erholsam ausfällt. Verdauungsarbeit ist Schwerstarbeit für den Körper und wenn es dann noch gilt, fettiges und schwer verdauliches Essen zu verdauen, dann leidet darunter die Schlafqualität. Unterschätzt wird dabei auch oftmals Rohkost. Viele Menschen denken, dass Rohkost zu der leichteren Kost gehört. Aber auch für deren Verdauung muss der Organismus einiges an Energie aufbringen. Fettige und schwere Mahlzeiten sollten deshalb möglichst nie in den Abendstunden gegessen werden. Auch Rohkost sollte nicht später als etwa 1,5 Stunden vor dem Schlafengehen zu sich genommen werden.

Das Bett ist zum Schlafen da

Viele Menschen neigen dazu, am Abend im Bett fernzusehen oder am Laptop zu arbeiten. Dies erfordert zum einen Konzentration, die das Müdigkeitsgefühl verdrängt. Zum anderen ist das Schlafzimmer durch die elektrischen Geräte so hell ausgeleuchtet, dass die Schlafphase einfach nicht eintritt. Das schlaffördernde Hormon Melatonin, welches das Gehirn daran „erinnert“, in den Ausruhmodus zu schalten, kann nicht gebildet werden, da dem Körper durch die helle Beleuchtung ein Tagesgefühl simuliert wird. Zudem kann das Gehirn bei solchen Tätigkeiten am Abend im Bett nicht abschalten und bleibt aktiv - das ist schlecht für das Einschlafen und die gesamte Schlafqualität. Lesen bei stark gedimmtem Licht macht die Augen sehr, hindert das Gehirn allerdings ebenfalls daran, in den Schlafmodus umzuschalten. Denken jeder Art ist erwiesenermaßen für den Einschlafprozess schlecht. Deshalb sollte man sich etwa 2 Stunden vor dem Schlaf auch nicht mehr mit der Arbeit beschäftigen.

Das Bett sollte eine gute Qualität haben

Wichtig für einen gesunden und erholsamen Schlaf ist natürlich auch die richtige Bettqualität. Die Decke sollte warm sein, aber nicht zu sehr wärmen, da dies ansonsten auch den Schlaf stören kann. Die Matratze sollte eine angenehme Härte haben und weder zu weich noch zu hart sein. Dazu sollten sich Partner, die sich das Bett teilen, ein ausreichend großes Bett kaufen, um sich nicht gegenseitig im Schlaf zu stören. Getrennte Bettdecken anstelle einer King-Size-Bettdecke für beide sind auch besser für den erholsamen Schlaf. Wer sich etwas gönnen möchte und eine besonders gute Schlafqualität möchte, sollte einmal über die Anschaffung eines Boxspringbettes nachdenken. Die optimale Federung eines Boxspringbetts ist für erholsamen Schlaf perfekt.

Smartphone und Co. - weg vom Bett!

Das Smartphone bleibt auch im lautlos eingestellten Modus über die gesamte Nacht am Bett aktiv. Das kann den gesunden Schlafrhythmus erheblich stören. Statt also am Abend im Bett noch WhatsApp-Nachrichten zu beantworten, sollte diese Tätigkeit auf den nächsten Tag verschoben werden. Auch als Wecker sollte das Smartphone am Bett keinen Platz haben. Der klassische Wecker ist hier die bessere Lösung für einen gesunden und erholsamen Schlaf.

Am Abend nicht mehr zu viel trinken

Hier ist nicht nur die Rede von Alkoholkonsum, der die Schlafqualität mindert anstatt vermeintlich für Müdigkeit zu sorgen. Auch wenn immer wieder gesagt wird, dass ein Glas Wein am Abend den Schlaf fördert, ist das nicht wirklich wahr. Durch den Alkohol wird der gesamte Schlafrhythmus verändert und auch die Tiefschlafphase, die für einen gesunden und erholsamen Schlaf verantwortlich ist, wird verschoben. Für die Erholung ist dies kontraproduktiv.

Auch Wasser und andere Getränke - kurz vor dem Schlafengehen getrunken - sorgen für Druck auf der Blase, Schlafunterbrechungen und einen allgemein unruhigen Schlaf. Wer häufiger in der Nacht die Toilette aufsuchen muss, unterbricht damit den eigenen Schlafrhythmus und ist morgens oftmals sehr müde. Spätestens eine Stunde vor dem Zubettgehen sollte das letzte Getränk zu sich genommen werden - und das sollte auch nicht zwingend ein stark treibendes Getränk sein. Bier beispielsweise sorgt für intensiven und häufigen Harndruck, was somit ebenfalle schlecht für erholsamen Schlaf ist.

Auch schon mit wenigen Mitteln lässt sich also die eigene Schlafqualität verbessern. Falls sich durch solche Änderungen allerdings keine Besserung der Schlafqualität erzielen lässt, ist es empfehlenswert, sich in einem Schlaflabor untersuchen zu lassen.

© Gmünder Tagespost 21.12.2017 08:40
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