Von Herzen für Senioren

1990 wurde der Förderverein Altenhilfe e.V. Heubach gegründet, um die Verwirklichung des Altenhilfe-Konzepts der Stadt finanziell und ideell zu unterstützen.
  • Vorsitzende Anneliese Junker (li.) und Schatzmeisterin Rita Sünder engagieren sich mit ihren Mitstreitern vom Förderverein Altenhilfe Heubach für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Foto: ub
  • Jedes Jahr werden zwei seniorengerechte Ausflüge organisiert, die allen Teilnehmern viel Freude machen. Foto: ub

Seit sechs Jahren hat der Förderverein Altenhilfe e.V. Heubach ein neues Logo, das den Vereins-Flyer ziert. Auch im Treppenhaus im Haus Hohgarten verschönert das Mandala die Wand. „Schülerinnen und Schüler des Heubacher Gymnasiums haben es während einer Projektwoche gemalt“, erzählt Rita Sünder. Sie ist Schatzmeisterin des Vereins und als Gründungsmitglied von Anfang an in Sachen Senioren aktiv.

Unterstützung für Ältere

Seit Juli 1990 setzt sich der Förderverein Altenhilfe e.V. Heubach für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt ein. Einen großen Einschnitt in der Vereinsgeschichte gab es im April 2017. Der Förderverein musste seine Satzung ändern, um seinen Fortbestand zu ermöglichen.

Einige Vorstandsmitglieder schieden nach jahrelanger Tätigkeit aus und es mussten Neue gefunden werden. Anneliese Junker war zur Mitarbeit bereit und wurde bei den Wahlen im April einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Mit Christel Holzhauer als Stellvertreterin, Rita Sünder als Schatzmeisterin und Peter Bambowsky ging der neue, verkleinerte Vorstand an die Arbeit.

„Ich bin eigentlich wie die Jungfrau zum Kind gekommen“, erzählt Anneliese Junker schmunzelnd über ihre neue Vorstandstätigkeit. Die ehemalige Leiterin des Kinderhauses Heubach wollte sich im Ruhestand ehrenamtlich engagieren. Als sie gefragt wurde, ob sie nicht beim Förderverein aktiv werden möchte, sagte sie spontan zu. „Früher hat sie mit Kindern gearbeitet, jetzt halt mit Senioren“, bringt es Rita Sünder auf den Punkt.

Heute hat der Verein 192 Mitglieder. Über neue Gesichter freuen sich die Vorstandsmitglieder immer. Wer Lust hat, sich im Förderverein zu engagieren oder ihm beizutreten, kann sich gerne an Anneliese Junker, Bühlstraße 2/1, 73540 Heubach, Telefon: 07173-913846 wenden.

Buntes Ausflugsprogramm

Jedes Jahr werden zwei Ausflüge auf Beine gestellt. „Dieses Angebot ist offen für alle Heubacher Bürgerinnen und Bürger“, sagt Anneliese Junker. Immer wieder neue Ziele für die Ausflüge zu finden sei schon eine Herausforderung. „Es sollen ja Ziele sein, die mit dem Rollator gut erreichbar sind“, fügt Rita Sünder hinzu. Deshalb sei die Auswahl etwas eingeschränkt. Zwischen 45 und 60 Teilnehmer sind regelmäßig mit dabei, wenn es mit dem Bus auf Fahrt geht. Immer wird die Gruppe auch von einem Mitarbeiter des DRK oder von den Johannitern begleitet. „Das ist auch für uns eine ganz große Beruhigung“, versichern die Vorstandfrauen.

Weiterhin wird einmal pro Woche im Haus Hohgarten Mittagessen angeboten. Federführend ist Anneliese Junker, die von mehreren Helferinnen und einer Mitarbeiterin der Johanniter unterstützt wird. Nicht allein essen müssen, mit anderen zusammen sitzen: Die Bewohner genießen es - zwischen sieben und zehn Personen sind es jede Woche. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch ein paar mehr zu uns gesellen“, lädt Anneliese Junker ein, sich Suppe, Hauptgericht und Nachtisch für fünf Euro schmecken zu lassen.

Dieses Angebot ist offen für alle Heubacher Bürgerinnen und Bürger.

Anneliese Junker
Vorsitzende

Beliebte Kaffeenachmittage

Sehr beliebt ist auch der monatliche Kaffeenachmittag, an dem fleißige Bäckerinnen und Helferinnen aktiv sind. Mal wird zusammen gespielt oder gesungen, im Sommer steht Eis essen und Gegrilltes auf dem Plan. Aber auch ernsthafte Themen wie Gesundheit, Sicherheit und vieles andere mehr werden angeboten. Zu diesen Nachmittagen sind, wie auch zu den Ausflügen, alle Heubacher Senioren eingeladen. „Da kommen schon mal 40 Leute, das hängt natürlich vom Wetter ab“, sagt Rita Sünder.

Für das Engagement bekommen die Ehrenamtlichen viel zurück. „Das Schönste ist, wenn die Senioren nach dem Ausflug mit leuchtenden Augen aus dem Bus aussteigen oder uns sagen, dass der Spielenachmittag toll war“, meint Rita Sünder. Und Anneliese Junker ergänzt: „Das Wichtigste ist, dass die Leute sich wohlfühlen.“

Stetig im Wandel

Die Arbeit des Fördervereins hat sich seit der Gründung gewandelt. Begonnen hat das Engagement mit dem Ziel, die Stadtverwaltung bei der Verwirklichung eines Altenhilfe-Konzeptes zu unterstützen - sowohl finanziell als auch ideell. „Wir haben Informationen gesammelt, haben uns über Konzepte kundig gemacht“, erzählt Rita Sünder von den Anfangszeiten unter dem damaligen und langjährigen ersten Vorsitzenden Karl-Heinz Werstler.

Eines kann sich der Verein heute auf die Fahnen schreiben, freut sich Rita Sünder: „In Dänemark gab es damals schon hauptsächlich Einzelzimmer. Dafür hat sich auch der Förderverein in Heubach stark gemacht. Im Haus Kielwein gibt es deshalb lediglich vier Doppelzimmer.“ Entstanden sind in Heubach neben dem Pflegewohnhaus Haus Kielwein auch die Seniorenwohnanlage Haus Hohgarten mit 29 betreuten Wohnungen.

Nachdem das Altenhilfe-Konzept erfolgreich umgesetzt ist, werden heute Spenden und Mitgliedsbeiträge des Fördervereins für vielseitige Zwecke in der Seniorenarbeit eingesetzt. Ideen gibt es viele. ub

So unterstützen Sie die Altenhilfe Heubach

Über neue Gesichter als Mitglieder freut sich der Förderverein Altenhilfe Heubach immer. Wenn Sie die Arbeit finanziell unterstützen möchten, ist Ihre Spende jederzeit willkommen.

Förderverein Altenhilfe Heubach
Raiffeisenbank Rosenstein
DE48 6136 1722 0080 7500 01
oder
KSK Ostalb
DE39 6145 0050 0440 8028 82

© Gmünder Tagespost 21.12.2017 10:43
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