Richard Arnold bleibt Gmünds OB

Wahl Die Gmünder bestätigen ihr Stadtoberhaupt mit 85,4 Prozent der Stimmen. Einziger Wermutstropfen ist die Wahlbeteiligung von 36 Prozent.
  • Die Gmünder haben Richard Arnold am 7. Mai als Oberbürgermeister bestätigt. Auf dem Rathausbalkon freut er sich im Kreis seiner Familie. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse gratulierte. Foto: Tom

Schwäbisch Gmünd

Richard Arnold ist am 7. Mai als Oberbürgermeister in Schwäbisch Gmünd bestätigt worden. Er erhielt bei der Wahl 85,41 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Rudolf Michael Scheffold kam auf 12,01 Prozent der Stimmen. 36 Prozent der Wahlberechtigten waren zur Wahl gegangen. Arnold dankte denen, die gewählt haben. Sie hätten damit für eine lebendige Demokratie gesorgt. Er machte deutlich, dass es ihn bedrücke, dass die Mehrheit der Bürger nicht gewählt habe – „nicht wegen Richard Arnold, sondern wegen der Demokratie als bester aller Staatsformen“.

Der alte und neue OB warf einen Blick auf anstehende Vorhaben. Gmünd ist für ihn eine „mutige und offene Stadt“, die große Projekte vor sich hat. Die Remstalgartenschau als „Schaufenster fürs Remstal“. Sie könne Aufbruchstimmung erzeugen. Diese Chance will Arnold nutzen. Zudem will er in den acht Jahren seiner zweiten Amtszeit in Gmünd bezahlbaren Wohnraum schaffen. Und er will den „Gmünder Weg“ fortsetzen, nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle Zugewanderten.

Aus dem Gemeinderat erhielt Arnold viele Gratulationen: Eine so breite Zustimmung zu bekommen wie Richard Arnold, sei beeindruckend und zeige, wie sehr sich seine Arbeit am Herz der Bürger orientiert, sagte Alfred Baumhauer (CDU). 85,4 Prozent seien für Richard Arnold ein persönlicher Erfolg, sagte Sigrid Heusel (SPD). Dass jedoch nur ein Drittel der Wahlberechtigten die Stimme abgegeben habe, sei eine Aufforderung an Arnold, die Diskussion mit allen, auch Unzufriedenen, aufzunehmen.

„Wir wünschen uns, dass Arnold die mitnehmen kann, die ihn nicht gewählt haben oder nicht zur Wahl gegangen sind“, sagte Gabriel Baum (B 90 / Die Grünen). Ullrich Dombrowski von der Bürgerliste hielt Kontinuität für wichtig, „deshalb ist es gut, dass Arnold OB bleibt.“ „Wir gratulieren Arnold und wünschen uns, dass er offen bleibt für Kritik und weiter zum Dialog bereit ist“, sagte Karin Rauscher (Freie Wähler Frauen). „Wir wünschen uns weiterhin eine offene, parteiunabhängige Amtsführung und setzen darauf, dass Arnold die drängenden Probleme dieser Stadt anpackt“, sagte Sebastian Fritz (Die Linke).

© Gmünder Tagespost 21.12.2017 11:33
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